Vierkampf nach dem Triell: Kleine Parteien streiten über Rente

  • Nach dem Triell zwischen den Spitzenkandidaten von CDU, SPD und Grünen haben sich am Montagabend auch die kleineren Parteien zu Themen im Wahlkampf Stellung genommen.
  • Die Spitzenkandidaten von Linke, FDP, CSU und AfD stritten sich in der Debatte zu Beginn vor allem über die Rente.
  • Dabei wurden Unterschiede beim Eintrittsalter und bei der Finanzierung deutlich.
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Berlin. In einer Vierkampfdebatte der kleineren Parteien haben deren Spitzenkandidaten am Montagabend deutliche Unterschiede bei rentenpolitischen Konzepten erkennen lassen. Die Linke-Vorsitzende Janine Wissler forderte am Montagabend in der ARD, das Renteneintrittsalter von 67 Jahren wieder zu senken. Sehr viele Menschen erreichten diese Grenze gar nicht, sagte sie. Wissler verlangte auch, die gesetzliche Rente zu stärken, indem Politiker und Beamte ebenfalls einbezahlen müssen. Zudem seien die Steuerzuschüsse zu erhöhen.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner betonte mit Blick auf den Rentenbeginn, dies sei nicht der richtige Weg. „Wir plädieren für die Individualisierung“, sagte er. Ab 60 Jahren sollten die Menschen frei entscheiden können, wann sie in Rente gehen.

Weidel zu Lindner: Keine Ahnung von Vermögensanlage

Lindner plädierte zudem für das FDP-Modell einer Aktienrente. Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, bescheinigte ihm daraufhin, er habe von Vermögensanlage „keine Ahnung“. Die AfD wolle für die Absicherung der Renten einen Staatsfonds, der aber neben Aktien weitere Anlageformen umfassen müsse. „Ansonsten sind Sie sehr crashanfällig.“

Der CSU-Spitzenkandidat Alexander Dobrindt warb für die dritte Stufe der Mütterrente. „Bei der Mütterrente geht es um Gerechtigkeit und nicht um Wahlkampf“ sagte Dobrindt. Er plädierte zudem für eine „Generationenrente“ als vierte Säule neben der gesetzlichen Rente, der Betriebsrente und der privaten Vorsorge. Diese würde von Geburt an angespart.

RND/dpa

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