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Superwahljahr Deutschland 2021: Wer wo welche Chancen hat

Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel zur Bundestagswahl 2017 in die Wahlurne. Die nächste Bundestagswahl findet am 26. September 2021 statt.

Berlin. Deutschland steht vor einem Superwahljahr, insgesamt sieben Urnengänge auf Landes- und Bundesebene stehen 2021 an.

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Am 14. März wählen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg neue Landtage. In Stuttgart darf der in Koalition mit der CDU regierende grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf eine dritte Amtszeit hoffen. Umfragen sehen die Grünen bei 35 Prozent. Allerdings hat die CDU unter Susanne Eisenmann aufgeholt.

Die Kultusministerin hatte CDU-Landeschef und Bundesvize Thomas Strobl im Rennen um die Spitzenkandidatur ausgebootet und steht derzeit bei 30 Prozent. Als Alternative zur schwarz-grünen Koalition scheint eine grüne Ampel mit SPD und FDP denkbar.

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In Rheinland-Pfalz darf die von Malu Dreyer (SPD) geführte Ampelkoalition mit einer Mehrheit rechnen, allerdings hat die SPD in Umfragen Federn gelassen. Dreyer gibt sich dennoch gelassen. Einen Elf-Punkte-Rückstand hat sie bei der letzten Wahl auf Julia Klöckner aufgeholt, beim aktuellen CDU-Herausforderer Christian Baldauf sind es nur sechs Punkte. Rechnerisch wäre Schwarz-Grün in Mainz ebenfalls eine Option.

Außer der Reihe soll eine Landtagswahl in Thüringen stattfinden, voraussichtlich am 25. April. Der vorgezogene Termin ist das Ergebnis der Kurzzeitwahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten mit Stimmen von Union und AfD. Die Regierungsbildung könnte abermals schwierig werden. Jüngsten Umfragen zufolge steht die rot-rot-grüne Minderheitsregierung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach wie vor ohne Mehrheit da.

Kenia reloaded in Magdeburg?

Kompliziert sind die politischen Verhältnisse auch in Sachsen-Anhalt, wo ein Streit um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags die Kenia-Koalition von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) beinahe zum Platzen gebracht hätte. Gut möglich, dass sich bei der Landtagswahl am 6. Juni an den Mehrheitsverhältnissen wenig ändert. CDU, SPD und Grüne müssten sich erneut zusammenraufen.

Der Höhepunkt des Superwahljahres steht am 26. September an. Mit der Bundestagswahl endet nach 16 Jahren die Ära von Kanzlerin Angela Merkel. Bislang steht mit Olaf Scholz (SPD) nur ein Bewerber für ihre Nachfolge fest.

Regieren und Wahlkampf – Scholz will beides

Der SPD-Kanzlerkandidat will bis zum letzten Tag vor der Bundestagswahl weiterregieren.

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In Berlin könnte es erstmals eine Frau auf den Chefsessel schaffen. SPD-Kandidatin Franziska Giffey will ihren Parteifreund Michael Müller im Roten Rathaus beerben, auch die Grünen haben mit Bettina Jarasch eine weibliche Spitzenkandidatin nominiert. Allerdings ist das Rennen offen. Die in den Umfragen führende CDU mit Spitzenkandidat Kai Wegner kommt auf gerade einmal 22 Prozent. Selbst die Linken mit Klaus Lederer haben Chancen, die Regierung anzuführen.

Mutmaßlich ebenfalls am 26. November findet die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die 2017 nach der Erkrankung Erwin Sellerings in die Staatskanzlei eingezogen war, muss sich erstmals den Wählerinnen und Wählern stellen. Herausgefordert wird sie von CDU-Landeschef Michael Sack. Umfragen sehen beide gleichauf.

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