Laschet vertraut Söder weiter im Wahlkampf

  • Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union, möchte weiterhin eng mit Markus Söder im Wahlkampf zusammenarbeiten.
  • Besonders im Kampf gegen die AfD stünden die beiden Parteivorsitzenden eng beieinander, so Laschet.
  • Im Wahlkampf möchte er fair bleiben und nicht gegen Personen, sondern in der Sache kämpfen, sagte Laschet in Richtung der Grünen.
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Berlin. CDU-Chef Armin Laschet erwartet trotz des Machtkampfs mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder um die Kanzlerkandidatur eine enge Zusammenarbeit mit dem bayerischen Ministerpräsidenten im Wahlkampf.

Auf die Frage, ob Söder angesichts der fortwährenden Kritik an ihm und der CDU noch ein vertrauenswürdiger Partner sei, sagte Laschet am Montag nach Onlineberatungen der CDU-Spitze: „Ja. Auf jeden Fall.“ Man werde gemeinsam Wahlkampf machen. Es gebe sehr viel Übereinstimmung – Laschet verwies unter anderem auf das geplante gemeinsame Wahlprogramm.

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Laschet dankt Söder und der CSU für „fairen Umgang”
2:30 min
Unionskanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet bedankt sich beim CSU-Vorsitzenden und Kontrahenten Markus Söder und der bayerischen Schwesterpartei.  © Reuters
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Laschet: „Im Kampf gegen die AfD stehen Markus Söder und ich eng beieinander“

Er freue sich sehr, dass Söder zugesagt habe, bei der für die CDU wichtigen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni ebenfalls persönlich mitzukämpfen. „Das ist hilfreich. Denn da geht es um die Kernfrage: Bleibt das Land regierbar, oder sind die Extreme so stark, dass keine neue Regierung gebildet werden kann?“, sagte Laschet. „In diesem Kampf, insbesondere im Kampf gegen die AfD, stehen Markus Söder und ich ganz eng beieinander“, ergänzte der CDU-Vorsitzende.

Einen Überblick über die Zahl der Parteiaustritte nach seiner Nominierung als Kanzlerkandidat habe er nicht, sagte Laschet. Es gebe Austritte wie Eintritte. Er sei in intensiven Gesprächen mit den Landesverbänden. Mit Kreisvorsitzenden in Niedersachsen und in Hessen habe er in der vergangenen Woche gesprochen, in dieser Woche folgten Beratungen mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Wahlkampf „nicht gegen die Person, sondern schlicht und einfach in der Sache“

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Zudem habe es ein Gespräch mit dem Bundesvorstand des Arbeitnehmerflügels CDA gegeben. Beratungen seien auch mit den ostdeutschen Landesverbänden geplant. Bei diesen Gesprächen verbinde sich die Frage der Personalentscheidung mit den Inhalten und mit dem Team, das die CDU für den Wahlkampf aufstelle.

Laschet erneuerte seine Grundzusage an die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, „dass das ein fairer Wahlkampf wird. Nicht gegen die Person, sondern schlicht und einfach in der Sache.“ Inhaltlich gebe es Unterschiede zwischen der Union und den Grünen – etwa beim Thema Digitalisierung. Bei der Umsetzung habe die Digitalisierung etwa viel mit Wirtschaftskompetenz zu tun.

RND/dpa

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