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Bundestagswahl 2021: Termin, Parteien, Spitzenkandidaten

  • Im Herbst findet die Bundestagswahl statt.
  • Wer darf wählen, welche Spitzenkandidaten gibt es und wie funktioniert die Wahl überhaupt?
  • Eine Übersicht.
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Berlin. Im Herbst findet in Deutschland die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Fragen:

Wann ist die Bundestagswahl 2021?

Der Wahltag wird vom Bundespräsidenten im Einklang mit der Bundesregierung und den Ländern in einer Sitzung abgestimmt. Der genaue Wahltermin fällt in diesem Jahr auf Sonntag, den 26. September 2021.

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Der Termin der Bundestagswahl muss sich laut Bundeswahlgesetz nach 46 bis 48 Monaten der aktuellen Wahlperiode ereignen und darf nur an einem Sonntag oder Feiertag stattfinden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Menschen ihre Stimme abgeben können.

Welche Parteien sind bei der Bundestagswahl 2021 vertreten?

53 Parteien sind für die Bundestagswahl im September zugelassen. Zu den bereits im Parlament vertretenen gehören:

  • Union (CDU / CSU)
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Bündnis 90/Die Grünen (Grüne)
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Die Linke (Linke)
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+++ Wahlprogramme der Parteien im Vergleich +++

Um als Partei für die Bundestagswahl zugelassen zu werden, müssen Formalien beachtet und Fristen eingehalten werden. Eine inhaltliche Überprüfung insbesondere der Programmatik erfolgt nicht. Da sie ihre Rechtsstellung als Partei verloren habe, wurde die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) von dem Bundeswahlausschuss nicht zur Wahl am 26. September zugelassen.

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Bundestagswahl 2021: Wer sind die Spitzenkandidaten?

Die Spitzenkandidaten der Parteien bewerben sich um das wichtigste Amt oder Mandat der Wahl. Spitzenkandidaten werden von den Parteien auf den obersten Listenplatz gesetzt, um ihre Chancen in das entsprechende Amt gewählt zu werden, zu erhöhen. Das sind die Spitzenkandidaten der größten Parteien bei der Bundestagswahl 2021:

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Wählt man die Kanzlerin oder den Kanzler direkt?

Nein. Bei der Bundestagswahl stimmt man für Abgeordnete, die wiederum später im Bundestag die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler wählen. CDU/CSU, SPD und Grüne haben diesmal eine Person als Kanzlerkandidaten oder Kanzlerkandidatin benannt, die sie später im Parlament zur Wahl des Regierungschefs oder der Regierungschefin aufstellen wollen – falls sie allein oder in einer Koalition eine Mehrheit im Bundestag haben. Die übrigen Parteien verzichten darauf. Sie gehen davon aus, dass sie nicht genug Stimmen erhalten, um an der Spitze der künftigen Regierung zu stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme?

Bei der Bundestagswahl 2021 werden laut Bundeswahlgesetz 598 Sitze vergeben, welche von den vorgeschlagenen Personen der Parteien besetzt werden. Es gilt das personalisierte Verhältniswahlrecht. Mit der Erststimme werden Direktkandidaten aus den 299 Wahlkreisen gewählt. Die Person mit den meisten Stimmen aus dem jeweiligen Wahlkreis zieht direkt in den Bundestag ein. Die weiteren 299 Abgeordneten werden über die Zweitstimme bestimmt. Hier wird die Partei gewählt und letztlich über die Sitzverteilung im Parlament entschieden.

Es können auch Abgeordnete ohne Parteizugehörigkeit in den Bundestag gewählt werden. Voraussetzung hierfür ist die Unterstützung von 200 Wählerinnen und Wählern in dem Wahlkreis, wo der parteilose Kandidat oder die Kandidatin aufgestellt wird. Die Hürde, parteilos in den Bundestag zu ziehen, ist hoch und bedarf nicht zuletzt einer großen Bekanntheit bei der Wählerschaft. Häufig bilden die gewählten parteilosen Abgeordneten eine eigene Gruppe im Parlament.

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Was ist die Fünf-Prozent-Hürde?

Wie bei Landtagswahlen auch, gilt bei der Bundestagswahl die sogenannte Fünf-Prozent-Hürde. Das bedeutet, dass eine Partei mindestens fünf Prozent von den Gesamtstimmen erhalten muss, um ins Parlament einzuziehen. Die Fünf-Prozent-Hürde soll verhindern, dass das Parlament „zersplittert“, also zu viele Kleinstparteien vertreten sind, die eine Regierungsbildung erschweren.

Bundestagswahl: Wie kann ich wählen, gibt es eine Briefwahl?

Alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, erhalten einige Wochen vor dem 26. September eine Wahlbenachrichtigung. Diese enthält etwa Wahltermin, Uhrzeiten und das zuständige Wahllokal. Hat man bis zum 21. Tag vor der Wahl keine solche Benachrichtigung erhalten, solle man sich bei seiner Gemeinde melden, so der Bundeswahlleiter.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass die Briefwahl vermehrt als Alternative zur Stimmabgabe im Wahllokal genutzt werden wird. Für Stimmabgabe per Brief braucht man einen Wahlschein und den Stimmzettel, auf dem später die Kreuze zu machen sind. Ein Antrag dafür liegt der Wahlbenachrichtigung bei. Man kann ihn aber auch per E-Mail stellen. Außerdem ist es möglich, die Unterlagen persönlich bei der Gemeinde abzuholen.

Für diejenigen, die im ihnen zugeordneten Wahllokal die Stimmen abgeben wollen, reicht es allerdings, mit Personalausweis oder Reisepass zu erscheinen. Die Wahlbenachrichtigung muss nicht zwingend mitgenommen werden.

Bundestagswahl: Wer darf wählen?

In Deutschland können im Herbst mehr als 60 Millionen Menschen über die Bundestagswahl ihre neue Bundesregierung wählen. Dazu zählen am Wahltag alle Personen, die eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Außerdem müssen diese mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens drei Jahren einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Personen, die mit der deutschen Staatsangehörigkeit im Ausland leben, dürfen unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls wählen. Dies gilt für all diejenigen, die ab dem 14. Lebensjahr für mindestens drei Monaten hinweg in Deutschland gelebt haben. Jedoch darf dieser Aufenthalt maximal 25 Jahre her sein.

Laut Bundeswahlleiter können die im Ausland ansässigen Personen mit einer deutschen Nationalität auch aus anderen Gründen wählen. Nämlich dann, wenn sie persönlich und direkt mit den politischen Verhältnissen in Deutschland vertraut und von ihnen betroffen sind.

Allgemein gilt für jeden deutschen Bürger, der während eines aktuellen Aufenthalts im Ausland wählen möchte, eine bestimmte Voraussetzung. Es muss die Hinzufügung in das vorgesehene Wählerverzeichnis beantragt werden. Darüber wird von der zuständigen Gemeinde entschieden.

Wahl: Was bedeutet allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim?

  • Allgemein heißt, dass alle deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wählen dürfen, unabhängig etwa von Geschlecht, Religion oder Beruf.
  • Man wählt die Abgeordneten ohne zwischengeschaltete Wahlleute – also unmittelbar.
  • Frei bedeutet, dass sich alle ihre Meinung bilden und ohne äußeren Druck zu einer Entscheidung kommen.
  • Da jede abgegebene Stimme gleich viel zählt, ist die Wahl gleich.
  • Wählerinnen und Wähler kreuzen ihren Stimmzettel unbeobachtet an und geben sie in Umschlägen ab. So kann niemand nachvollziehen, wer für welche Partei abgestimmt hat – die Wahl ist geheim.

Wie ging die letzte Bundestagswahl aus?

Bei der letzten Bundestagswahl, am 24. September 2017, erhielt die CDU mit 26,9 Prozent die meisten Stimmen. Die SPD kam auf 20,5 Prozent. Mit klarem Abstand dahinter folgten AfD (12,6 Prozent), FDP (10,8 Prozent), Linke (9,2 Prozent) und Grüne (8,9 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag 2017 bei 76,2 Prozent.

Wie viele Bundeskanzler und Bundeskanzlerinnen gab es in der Geschichte der BRD?

In der Bundesrepublik Deutschland gab es seit 1949 sieben Bundeskanzler und eine Bundeskanzlerin. Davon stellte die CDU vier Kanzler und eine Kanzlerin, die SPD drei. Angela Merkel von der CDU ist seit 16 Jahren und vier Legislaturperioden im Amt.

Bundeskanzler und Bundeskanzlerin Partei Zeitraum
Konrad Adenauer CDU 15. September 1949 – 16. Oktober 1963
Ludwig Erhard CDU 16. Oktober 1963 – 1. Dezember 1966
Kurt Georg Kiesinger CDU 1. Dezember 1966 – 21. Oktober 1969
Willy Brandt SPD 21. Oktober 1969 – 7. Mai 1974
Helmut Schmidt SPD 16. Mai 1974 – 1. Oktober 1982
Helmut Kohl CDU 1. Oktober 1982 – 27. Oktober 1998
Gerhard Schröder SPD 27. Oktober 1998 – 22. November 2005
Angela Merkel CDU seit 22. November 2005

mit Material der dpa

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