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  • Bundestagswahl 2021: Hans-Georg Maaßen will für die CDU in den Bundestag

Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen will für die CDU in den Bundestag

  • Hans-Georg Maaßen will in den Bundestag.
  • Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz will im September für die CDU in Thüringen kandidieren.
  • In dem Wahlkreis in Südthüringen war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden
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Berlin. Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, will im September für die CDU in den Bundestag einziehen. Er wolle für den Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten, bestätigte Maaßen am Donnerstag auf dpa-Anfrage.

In diesem Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden. Von der Thüringer CDU gab es zunächst keine Stellungnahme. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass der CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen Maaßen als Bundestagskandidaten nominieren wolle und dies am Mittwochabend beschlossen habe. Aus CDU-Kreisen wurde dem RND bestätigt, das es einen Kreisverband gebe, der Maaßen im Bundestag sehen will. Allerdings gebe es bereits mehrere Bewerber für die Kandidatur. Ob Maaßen tatsächlich Bundestagskandidat wird, ist deshalb offen.

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Als damaliger Verfassungsschutzpräsident war Maaßen massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu „Hetzjagden“ auf Ausländer kam. Im November 2018 hatte ihn Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

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Seitdem geriet Maaßen wiederholt wegen Aussagen in den sozialen Medien und in Interviews in die Kritik. Mehrfach gab Maaßen rechten „Alternativmedien“ Interviews, die für Stimmungsmache und die Verbreitung von Falschnachrichten bekannt sind.

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Kritik an der Kandidatur Maaßens äußerte unter anderem der SPD-Politiker und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Auf Twitter fragte er den CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, ob es sich bei der Kandidatur um einen „ganz schlechten Aprilscherz“ handele.

RND/dpa/feh

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