Zweistelliges Ergebnis: Linke wollen bei der Bundestagswahl mindestens zehn Prozent

  • Mit einem ambitionierten Ziel ziehen die Linken in den Bundestagswahlkampf.
  • Die beiden frisch gekürten Spitzenkandidaten peilen ein Ergebnis von mindestens zehn Prozent an.
  • In den Umfragen sind sie davon momentan aber noch weit entfernt.
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Berlin. Die frischgekürten Spitzenkandidaten der Linken, Janine Wissler und Dietmar Bartsch, streben für ihre Partei bei der Bundestagswahl ein Ergebnis von mindestens zehn Prozent an. „Ja, unser Ziel ist, in diesem Wahljahr zweistellig bei der Bundestagswahl zu werden“, sagte Bartsch am Montag in Berlin.

Das Ziel sei sehr realistisch, sonst würde sie es nicht so formulieren, sagte er auf Nachfrage. Die Lage sei derzeit sehr volatil, innerhalb von Tagen und Wochen änderten sich Umfragen.

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Als wichtigste Wahlkampfthemen nannten Wissler und Bartsch unter anderem den Einsatz für Beschäftigte in schlecht bezahlten Branchen, eine Besteuerung großer Vermögen, den Kampf gegen niedrige Renten und Kinderarmut sowie die Abrüstung.

Bartsch: „Mutige, radikale und realistische Politik“

„Wir sind nicht die Partei der Stellschrauben, wir wollen grundsätzliche Veränderungen“, sagte Bartsch. „Notwendig ist eine mutige, eine radikale und eine realistische Politik“, sagte Wissler. Es gehe nicht um kleine Korrekturen sondern um einen Richtungswechsel.

Momentan steht die Linke in den Umfragen zwischen 6 und 8 Prozent, bei der Bundestagswahl 2017 holte sie 9,2 Prozent der Stimmen. Der Parteivorstand hatte die Co-Vorsitzende der Linken Wissler und den Co-Fraktionsvorsitzenden Bartsch am Montagvormittag mit fast 87 Prozent zum Wahlkampf-Spitzenduo bestimmt.

RND/dpa

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