Bundestagsdebatte wegen Technik-Panne unterbrochen

  • Während einer Debatte zum Klimaschutz gab es technische Probleme.
  • Die Vizepräsidentin des Bundestags, Dagmar Ziegler (SPD), unterbrach die Sitzung.
  • Abgeordnete rätselten über einen vermeintlichen Hacker-Angriff.
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Berlin. Die Bundestagssitzung ist am Donnerstagnachmittag wegen einer technischen Panne vorübergehend unterbrochen worden. Während einer Debatte zum Thema Klimaschutz ging im Plenarsaal plötzlich das Hauptlicht aus. Zudem schaltete sich eine Lüftung an, die für großen Lärm sorgte. Die Fenster gingen auf, und im Plenarsaal wurde es binnen weniger Minuten kalt.

Die Vizepräsidentin des Bundestags, Dagmar Ziegler (SPD), unterbrach die Sitzung. Nach rund einer Viertelstunde waren die technischen Probleme behoben, die Sitzung konnte fortgesetzt werden.

Abgeordnete vermuten zunächst Hacker-Angriff

Abgeordnete rätselten zunächst bei Twitter: „Die Haustechnik im Bundestag hat Humor. Exakt zu Beginn einer Debatte zu Klimapolitik schaltet sich die Klimaanlage hörbar an und kühlt den Plenarsaal auf Kühlschranktemperatur ab“, schrieb die SPD-Politikerin Daniela Kolbe.

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„Hoffentlich kein Hackerangriff. Wäre nicht das erste Mal, dass Parlament behindert wird, um auf Anliegen aufmerksam zu machen... ;-)“, twitterte der FDP-Politiker Gero Hocker. „Bundestag gehackt?“, schrieb auch sein Fraktionskollege Christoph Hoffmann.

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Ein Bundestagssprecher konnte die Sache später aufklären: Ein extrem kurzer Stromausfall habe dafür gesorgt, dass die Bundestagstechnik in den Brandmodus gesprungen sei. Die Entrauchungsanlage im Gebäude sei automatisch angesprungen und alle Fenster hätten sich wie für solche Fälle vorgesehen geöffnet. Warum die Automatik durch den Stromausfall ausgelöst wurde, würden Haustechniker nun untersuchen.

RND/dpa

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