Bundestagsabgeordnete Silvia Breher soll CDU-Bundesvize werden

  • Die Frauenquote sorgt für eine Überraschung in der Bundes-CDU.
  • Der niedersächsische Landesverband nominiert die neue Bundestagsabgeordnete Silvia Breher als Stellvertreterin von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.
  • Breher soll auf Ursula von der Leyen folgen, die als EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel wechselte.
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Hannover. Eine bundesweit noch weitgehend unbekannte niedersächsische Bundestagsabgeordnete soll Nachfolgerin von Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als stellvertretende CDU-Vorsitzende werden. Das Präsidium der Niedersachsen-CDU nominierte die 46-jährige Silvia Breher für den Führungsposten in der Bundes-CDU. „Wir wollen mehr Frauen in der Politik und daran halten wir uns“, erklärte der niedersächsische CDU-Vorsitzende Bernd Althusmann. Breher habe nicht nur politische Erfahrung, „sondern auch als selbstständige Rechtsanwältin und Geschäftsführerin des Kreislandvolkverbandes Vechta umfangreiche Erfahrungen“.

Breher steht an der Spitze der Oldenburger CDU und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete. Den als sehr konservativ geltenden Wahlkreis Cloppenburg-Vechta gewann sie als Direktkandidatin.

Frauenquote verhindert Althusmann als Vize

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Althusmann selbst ist einfaches Präsidiumsmitglied der CDU. Sein Aufrücken wurde verhindert, weil die CDU mittlerweile Wert darauf legt, dass Frauen und Männer in Führungsgremien möglichst paritätisch vertreten sind.

Weitere Vizevorsitzende der CDU sind Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, der baden-württembergische Vizeregierungschef Thomas Strobl, Bundesagrarministerin Julia Klöckner und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet.

Von der Leyen gibt ihren Posten als Vize-CDU-Chefin auf, weil sie als EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel gewechselt ist.

Die Neuwahlen für den Parteivorstand finden Ende November auf dem CDU-Bundesparteitag statt.