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Größter Bundestag aller Zeiten: Abgeordnete beziehen neuen Bürokomplex

Der neue Modulbau auf dem Luisenblock West wird aktuell von Abgeordneten der drei Fraktionen SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen bezogen.

Der neue Modulbau auf dem Luisenblock West wird aktuell von Abgeordneten der drei Fraktionen SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen bezogen.

Berlin. Erweiterung für den größten Bundestag aller Zeiten: Nach 15 Monaten Bauzeit haben die ersten Abgeordneten mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den neuen Bürokomplex Luisenblock West bezogen. Sie habe sich sehr schnell dafür entschieden, sagte die CDU-Politikerin Julia Klöckner, die als eine der ersten dabei war, am Freitag in Berlin.

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Obwohl das neue Haus weiter als bestehende Gebäude vom Plenum entfernt liegt, habe sie sich um ein Büro dort beworben. Die kleine Entfernung nahm die Politikerin sportlich: „Wenn Hammelsprung ist, muss man sich hier schnell auf den Weg machen, damit man rechtzeitig drüben im Parlament ist.“

Der Vorsitzende der Bau- und Raumkommission, Wolfgang Kubicki (FDP), erläuterte: „Dieses Gebäude war ursprünglich nicht geplant für die Beherbergung von Abgeordneten.“ Eigentlich hätten Abgeordnete dort nur übergangsweise während der Renovierung ihrer Büros arbeiten sollen. Wegen der bisher gescheiterten Wahlrechtsreform und dem großen Zuwachs an Parlamentariern auch in dieser Legislaturperiode, habe man umplanen müssen. Der Bundestag hat nun 736 Abgeordnete.

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Seit Ende vergangenen Jahres ist das Gebäude mit insgesamt 400 Büros fertig. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 70 Millionen Euro wurden eingehalten. SPD, Union und Grüne nutzen das Gebäude zuerst. „Ich finde das wunderbar“, sagte Julia Verlinden (Grüne) und betonte die nachhaltige Bauweise des Gebäudes. So ermögliche es eine eigene Solaranlage, 20 Prozent des benötigten Stroms direkt auf dem Dach zu erzeugen.

Kubicki betonte, es brauche dringend eine Wahlrechtsreform, um den Bundestag zu verkleinern. Der FDP-Politiker zeigte sich zuversichtlich, dass es noch in dieser Legislaturperiode eine erste Gesetzesvorlage für eine Wahlrechtsreform geben wird.

RND/dpa

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