Bundesregierung sieht Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos

Das Bundeskriminalamt hat im Jahr 2017 in knapp 6000 Fällen um die Löschung von Internetseiten mit Kinderpornografie gebeten. Damit hat sich die Zahl der Fälle mehr als verdoppelt.

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Berlin. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 in knapp 6000 Fällen Provider in In- und Ausland um die Löschung von Webseiten mit Kinderpornografie gebeten. Das geht aus einem neuen Bericht der Bundesregierung hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt und am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden soll.

Demnach prüfte das BKA im vergangenen Jahr 5977 Hinweise zu kinderpornografischen Inhalten. „Davon wurden 5938 Hinweise an die jeweiligen Provider weitergeleitet, um eine Löschung der Inhalte zu bewirken“, heißt es in der Kabinettsvorlage von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Von den weitergeleiteten Hinweisen betrafen 84 Prozent Server im Ausland, und 16 Prozent Server im Inland. 2016 hatte das BKA 2721 Hinweise weitergeleitet – deutlich weniger als 2017.

Laut Bericht waren 60 Prozent der gemeldeten inländischen Inhalte „spätestens zwei Tag nach Eingang des Hinweises beim BKA“ gelöscht. Nach einer Woche habe die Löschquote bei 97 Prozent gelegen. Dagegen nahm die Löschung von kinderpornografischen Seiten im Ausland mehr Zeit in Anspruch. 60 Prozent der Inhalte waren den Angaben zufolge innerhalb von einer Woche gelöscht.

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Aus Sicht der Bundesregierung hat sich das Vorgehen bewährt. „Die weiterhin hohen Löschquoten und die kurzen Bearbeitungszeiten sind ein Beleg dafür, dass das Konzept ‚Löschen statt Sperren‘ insgesamt wirkungsvoll ist“, heißt es in dem Regierungsbericht.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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