Bundespolizei setzt Afghanistan-Mission vorerst aus

  • Bundespolizisten und deutsche Entwicklungshelfer haben den Anschlag in Kabul unbeschadet überstanden.
  • Ihre Unterkunft aber ist nicht mehr bewohnbar.
  • Nun setzt die Bundespolizei die Afghanistan-Mission vorerst aus.
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Berlin. Die Bundespolizei hat das Ausbildungsprojekt für die afghanische Polizei in Afghanistan nach einem schweren Terroranschlag vorerst ausgesetzt. Die schwer gesicherte Unterkunft im sogenannten "Green Village" in der Hauptstadt Kabul sei nicht mehr bewohnbar, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Sonntag in Berlin mit. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Elf Polizisten und der Leiter des Projekts hätten Platz in der deutschen Botschaft gefunden, so der Sprecher. Die andere Hälfte des 22-köpfigen Projekts fliege auch mangels Unterkunft vorerst aus. "Die Frage der weiteren Arbeitsfähigkeit wird aktuell geklärt", so der Sprecher. "Davon hängt auch die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitsbehörden ab."

Der Autobombenanschlag in der Nacht zum Dienstag war Teil einer Angriffswelle mit Dutzenden getöteten Zivilisten und Sicherheitskräften. Die 22 Bundespolizisten und die deutschen Entwicklungshelfer hatten sich in Sicherheit bringen können.

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RND/dpa