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Bundeskanzlerin Merkel zu NS-Verbrechen: „Es kann keinen Schlussstrich geben“

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu ermahnt, die Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges lebendig zu halten.
  • „Das ist die ewige Verantwortung Deutschlands“, sagte Merkel in einer Rede zum niederländischen Tag der Befreiung in Den Haag.
  • Es könne keinen „Schlussstrich“ geben.
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Den Haag. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu ermahnt, die Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges lebendig zu halten.

„Das ist die ewige Verantwortung Deutschlands“. Es könne keinen „Schlussstrich“ geben, sagte Merkel in einer Rede zum niederländischen Tag der Befreiung am Mittwoch in Den Haag.

Merkel erinnerte an das große Leiden der Niederländer unter der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945. „Die Verbrechen verjähren nicht.“ Nichts könne die Lücken füllen, die die Toten hinterlassen hätten, sagte Merkel.

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Über 200.000 Niederländer verloren damals ihr Leben. 102.000 Juden wurden in deutschen Konzentrationslagern ermordet - so viel wie aus keinem anderen von Deutschen besetzten Land. Das Leiden während der Besatzung hatte über Jahrzehnte das deutsch-niederländische Verhältnis schwer belastet.

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Vor 76 Jahren, am 5. Mai 1945, endete für die Niederlande die Besatzungszeit. Merkel ist erst die zweite Vertreterin Deutschlands, die die traditionelle Freiheitsrede hält. Der damalige Bundespräsident Joachim Gauck war 2012 der erste.

Merkel sollte bereits 2020 zum 75. Jahrestag des Kriegsendes die Rede halten, das war wegen der Corona-Krise verschoben worden. Wegen der Corona-Maßnahmen konnte sie nur über eine Live-Verbindung dabei sein.

RND/cle/dpa

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