Die Kanzlerin zu Gast beim RND-Flurfest in Berlin

  • Mehr als 200 Gäste feiern auf dem RND-Flurfest in der Hauptstadt.
  • Unter ihnen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Kabinettsmitglieder.
  • Madsack-Chef Thomas Düffert spricht davon, die Mediengruppe wolle den Journalismus ins digitale Zeitalter heben.
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Berlin. An diesem Abend könnten Gesetze entstehen – so hochkarätig ist die Gästeliste. Doch das geht ja nun auch wieder nicht. Denn die Gäste sind zum Feiern, nicht zum Regieren in die siebte Etage im Haus der Bundespressekonferenz gekommen. Das gilt auch für die Kanzlerin.

Wenn ein Büro zur gemütlichen Lounge und ein anderes zur Bar werden, wenn sich mehr als 200 Gäste aus Politik und Gesellschaft in der Hauptstadt im siebten Stock des Hauses der Bundespressekonferenz zusammenfinden, dann ist es wieder soweit: Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) veranstaltet sein Flurfest in Berlin.

Journalismus für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

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Es ist das fünfte Mal, dass das RND zu dieser Veranstaltung lädt – und diesmal ist eine ganz besondere Zeit. „Es geht darum, dass wir den Journalismus in die nächste Ära heben: in das digitale Zeitalter“, sagte Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe. Er verweist auf die wichtige Rolle des regionalen Journalismus – für den Verlag, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und er spricht über das neue Großprojekt, das das RedaktionsNetzwerk Deutschland gerade in Sachen überregionaler Journalismus aufgelegt hat: RND.de.

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Die Kanzlerin zu Gast beim RND-Flurfest 2019
3:39 min
Mehr als 200 Gäste feiern auf dem RND-Flurfest in Berlin, darunter Kanzlerin Angela Merkel.  © RND

Die Madsack Mediengruppe hat das nationale Nachrichtenportal gerade gestartet. Und Düffert nennt es „substanziell stark“. Auf RND.de werden den Lesern nicht nur exklusive Nachrichten, Reportagen und umfassende Service-Inhalte angeboten. Eine Vielzahl von Features ermöglicht es den Lesern auch, die Inhalte gezielt nach den eigenen Interessen und Bedürfnissen auszuwählen. Jeder kann sich einen individuellen Newsfeed nach Themenfeldern und Autoren zusammenstellen.

Eine kurze Auszeit in der Haushaltswoche

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Auch jenseits der Digitalisierung und den Entwicklungen in der Medienbranche ist es eine spannende Zeit. Es ist Haushaltswoche im Bundestag. Das ist die Zeit, in der Regierung und Opposition im Bundestag über die Grundlinien der Politik streiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwochmorgen in ihrer Regierungserklärung einen Schwerpunkt auf die Klimapolitik gelegt. „Der Klimaschutz wird Geld kosten. Dieses Geld ist gut eingesetzt“, sagte sie in der ihr eigenen Nüchternheit und Bestimmtheit.

Die Haushaltswoche, die Regierungserklärung, der enge Terminkalender: All das hat die Bundeskanzlerin nicht davon abgehalten, am Mittwochabend beim RND-Flurfest vorbeizuschauen. Als sie ankommt, hält die Kanzlerin an einem Stehtisch zunächst einen kleinen, angeregten Schwatz mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Worum ging es dabei? „Wir haben noch mal die Haushaltsdebatte heute rekapituliert“, verrät Giffey hinterher. Sie habe die Kanzlerin dafür gelobt, dass sie in der Rede auch über das Regierungsprojekt einer Deutschen Engagementstiftung gesprochen habe.

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Korrespondentin Daniela Vates, RND-Chefredakteur Marco Fenske, Kanzlerin Angela Merkel und Hauptstadtbüroleiter Gordon Repinski auf der Terrasse des RND-Hauptstadtbüros.  @ Quelle: Thomas Imo/photothek.net

Der Plausch der Ministerinnen

Haushaltswoche, das heißt auch: Die Minister verteidigen vor dem Bundestag ihre Etats und Pläne, zahlreiche Abgeordnete sprechen im Plenum. Das gesamte Parlament arbeitet auf Hochtouren. Dennoch haben viele Minister und Parlamentarier den Weg zum Flurfest gefunden. Giffey kommt ins Gespräch mit Bildungsministerin Anja Karliczek. Beide sind sich einig, wie wichtig es ist, dass die Regierungsmitglieder von Union und SPD – trotz mancher inhaltlicher Unterschiede – freundlich miteinander umgehen. Auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Umweltministerin Svenja Schulze (beide SPD) sind gekommen. Für Kontakte zwischen den Parteien besteht an diesem Abend viel Gelegenheit: Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus ist, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg, der Grünen-Politiker Jürgen Trittin und viele mehr.

In den Räumen des Berliner Büros des RND im Haus der Bundespressekonferenz stehen die Besucher beieinander, nutzen die Gelegenheit für einen Plausch oder gönnen sich einfach bei einem kühlen Getränk eine kurze Auszeit vom Parlamentsbetrieb. Die Gesprächsthemen in den vielen kleinen Runden, die sich bilden, sind dann natürlich doch häufig politisch: von der Vorsitzenden-Suche bei der SPD über den Popstar-Status von Greta Thunberg bis hin zur politischen Situation in Hongkong. Aber der eine oder andere kommt auch ein wenig privater ins Gespräch.

Raum für ein gemütliches Beisammensein und anregende Gespräche gibt es genug. Bei strahlendem Sonnenschein lädt insbesondere der Balkon zum Flanieren ein – und dazu, die Hauptstadt und den Betrieb in ihr mal wieder aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Das kann ja auch dabei helfen, wenn es am nächsten Tag wieder darum geht, Gesetze zu machen und das Land zu regieren.

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