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Bundesanwaltschaft klagt zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher aus Syrien an

  • Die beiden Männer stehen im Verdacht, an der Hinrichtung eines Oberstleutnants der syrischen Regierungstruppen beteiligt gewesen zu sein.
  • Sie sollen zudem für verschiedene Terrororganisationen gekämpft haben.
  • Nun hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Kriegsverbrecher erhoben.
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Karlsruhe. Zwei mutmaßlichen Kriegsverbrechern aus Syrien soll demnächst in Düsseldorf der Prozess gemacht werden. Die Bundesanwaltschaft hat am dortigen Oberlandesgericht Anklage gegen die beiden Männer erhoben, wie sie am Montag in Karlsruhe mitteilte.

Sie stehen im Verdacht, 2012 an der Hinrichtung eines Oberstleutnants der syrischen Regierungstruppen beteiligt gewesen zu sein. Die Männer waren im Juli vergangenen Jahres in Naumburg in Sachsen-Anhalt und Essen gefasst worden. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft.

Mitglieder bei Terrorvereinigungen

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Den Ermittlern zufolge sollen die Männer den gefesselten und schwer misshandelten Gefangenen mit zur Hinrichtung gebracht haben. Der eine habe dann die Bewachung übernommen, der andere die Erschießung zu Propagandazwecken gefilmt und kommentiert. Einer der Männer soll zu einer Gruppe gehört haben, die sich dann der Al-Nusra-Front anschloss. Er ist deshalb auch als Mitglied einer Terrorvereinigung angeklagt.

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Der zweite soll ohne feste Zugehörigkeit für diese und andere Gruppen gekämpft haben. Das Alter der Männer wurde nicht mitgeteilt. Die Anklage wurde laut Bundesanwaltschaft bereits Mitte Dezember erhoben.

RND/dpa

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