Bund will Ländern bei Waldbrandbekämpfung helfen

  • Experten sind sich einig, dass der Klimawandel die Waldbrandgefahr auch in Deutschland weiter steigen lässt.
  • Nun hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) den Ländern Hilfe zugesagt.
  • Die Bundespolizei soll ebenfalls verstärkt eingreifen.
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Berlin. Die Bundesregierung will den 16 Bundesländern bei der Bekämpfung von Waldbränden künftig stärker unter die Arme greifen als bisher. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dem bis zuletzt amtierenden Vorsitzenden der Innenministerkonferenz (IMK), Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), bei einem Gespräch Anfang voriger Woche zugesichert.

„Ich war bei Bundesinnenminister Seehofer“, sagte Maier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Und er hat mir erklärt, dass er die Ausstattung der Länder mit Katastrophenschutzfahrzeugen in die Wege geleitet hat. Das gilt für die Finanzierung ebenso wie für die Bestellung der Fahrzeuge, sodass sie jetzt recht zügig an die Länder ausgeliefert werden können.“ Insgesamt gehe es „um weit über 500 Fahrzeuge“.

Maier fügte hinzu: „Außerdem hat Seehofer in Aussicht gestellt, dass die Bundespolizei bei Hubschraubereinsätzen noch stärker Verantwortung übernehmen wird. Da tut sich einiges.“

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Warnung vor Trockenheit

Der SPD-Politiker warnte: „Wenn jetzt eine Trockenperiode kommt, dann kann es schon im April mit den Wald- und Vegetationsbränden wieder losgehen. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Seehofer hatte im Juli vergangenen Jahres angesichts der zurückliegenden Waldbrände erklärt: „Die Brandbekämpfung in Katastrophenlagen ist nicht nur eine Angelegenheit der Länder, sondern eine gesamtstaatliche Aufgabe. Wir werden unsere Fähigkeiten zur Brandbekämpfung ausbauen.“ Dies bedeute auch, dass man die Löschkapazitäten der Bundespolizei erweitern werde. Denn es sei der Bevölkerung nicht zu erklären, dass ein Land Hubschrauber nur für einige Wochen im Jahr kaufen solle, in denen Waldbrandgefahr bestehe.

Problem Klimawandel

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Experten sind sich einig, dass die Waldbrandgefahr auch in Deutschland infolge des Klimawandels zunehmen wird. Sie sind sich ebenfalls einig, dass Bund und Länder dagegen nicht ausreichend gewappnet sind.

Das Gespräch Seehofers mit Maier fand nach dessen Angaben am 4. Februar statt – einen Tag bevor der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt wurde, was zur Folge hatte, dass Maier zunächst sein Amt verlor. Sollte der alte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) demnächst wieder an die Stelle des zurückgetretenen Kemmerich treten, würde Maier das Amt aller Voraussicht nach erneut übernehmen und wäre dann auch wieder Vorsitzender der Innenministerkonferenz.

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Dieses Amt hat derzeit stellvertretend Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) inne. Das Sekretariat der IMK befindet sich nach wie vor in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt.

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