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Zivilschutz

Bund verfügt über keine öffentlichen Bunkeranlagen in Ostdeutschland

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine geraten alte Bunker und öffentliche Zivilschutzeinrichtungen wieder mehr in den Blick.

Berlin. Nach Angaben der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) verfügt der Bund derzeit über 599 Zivilschutzräume für den Kriegsfall. Die meisten davon liegen in Baden-Württemberg und Bayern mit 220 beziehungsweise 156 Schutzräumen. Im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen gibt es noch 50 solcher Anlagen, das kleine Saarland verfügt über eine verhältnismäßig große Zahl von 42.

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In Ostdeutschland gibt es hingegen gar keine zivilen Schutzräume mehr. Die ehemaligen DDR-Anlagen wurden nach der Wiedervereinigung nicht in das Zivilschutzkonzept der Bundesrepublik übernommen.

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Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Joachim Herrmann, stellt die Möglichkeit eines Zivilschutzes durch Bunker grundsätzlich infrage: „Hinsichtlich der Reaktivierung von Bunkeranlagen und Schutzräumen muss meines Erachtens der Nutzen für die breite Bevölkerung in Ruhe überdacht werden. Diese boten auch früher im Schnitt deutlich weniger als 5 Prozent der Bevölkerung Schutz“, sagte der CSU-Politiker dem RND.

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Die vom Bundesinnenministerium angekündigte Prüfung der Anlagen halte er für sinnvoll. „Das weitere Vorgehen bedarf aber einer eingehenden Diskussion über Ziel und Sinnhaftigkeit solcher Anlagen. Ein effektiver Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffen wird nur über militärische Maßnahmen realisierbar sein“, so Herrmann weiter.

Beim Zivilschutz müsse der Bund dem Aufbau eines modernen, flächendeckenden Sirenennetzes Priorität einräumen. „Dafür sind vonseiten des Bundes erhebliche zusätzliche Investitionen notwendig“, forderte er.

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