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Experte warnt bei Bund-Länder-Konferenz: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf“

Ein Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat zum Auftakt der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Corona-Infektionen gewarnt.

Ein Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat zum Auftakt der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Corona-Infektionen gewarnt.

Berlin. Der Leiter der Abteilung System Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig hat Bund und Länder eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Corona-Infektionen gewarnt. „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf, um das Schiff noch zu drehen“, sagte Michael Meyer-Hermann am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern zum Auftakt der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin. Deutschland stehe an der Schwelle zu einem exponentiellen Wachstum.

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Erstmals seit April über 5000 Corona-Neuinfektionen

Das sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen über 1000 Fälle mehr als noch am Vortag.

Simulation des Infektionsgeschehen

Meyer-Hermann appellierte an die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU), an der Maskenpflicht festzuhalten, auch Bußgelder seien sehr wichtig, zitierten ihn Teilnehmer. Zugleich warnte er in der aktuellen Lage vor Diskussionen über Großveranstaltungen und eine Verkürzung der Quarantänezeit. Zur Verdeutlichung zeigte der Wissenschaftler eine Simulation, wie sich das Infektionsgeschehen entwickeln würde, sollte die Politik jetzt nicht gegensteuern.

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Merkel und Länderchefs beraten über Corona-Maßnahmen

Es soll zwar keinen zweiten Lockdown geben, aber Kanzlerin Merkel und die Länderchefs beraten über weitere Einschränkungen in der Corona-Krise.

Merkel und die Ministerpräsidenten waren am Mittwochnachmittag in Berlin zusammengekommen, um angesichts steigender Infektionszahlen über weiter Corona-Maßnahmen zu beraten. Es wird davon ausgegangen, dass die Verhandlungen sehr schwierig verlaufen. Die Bundesregierung schließt sogar nicht aus, dass die Beratungen am Ende zu keiner einheitlichen Linie führen.

RND/dpa

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