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Zeugenbedrohung? Bulgariens Ex-Regierungschef Borissow hat Ärger mit Polizei

  • Seit ein paar Tagen ist Boiko Borissow nicht mehr bulgarischer Premierminister.
  • Und obendrein hat die Polizei ihn nun vernommen.
  • Der frühere Regierungschef soll einem Zeugen gedroht haben.
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Sofia. Der frühere bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow ist vier Tage nach der Parlamentswahl von der Polizei vernommen worden. Wie Medien am Donnerstag in Sofia berichteten, sollte Borissow wegen drei Hinweisen aus den Jahren 2009 bis 2012 aussagen. Es gehe um „Fiktionen von vor 13 Jahren“, sagte Borissows Anwalt Menko Menkow nach der Vernehmung in der Polizeizentrale in Sofia.

Borissow soll Medienberichten zufolge einem Zeugen gedroht haben, damit dieser nicht gegen einen Minister seiner damaligen Regierung aussagt. Dazu sagte Borissow vor Journalisten: „Wegen einer Drohung, dass ich jemanden essen werde“. Jemand habe etwas gehört, jemand habe beim Jogging etwas gesagt, sagte er. Vor und nach der knapp einstündigen Vernehmung wurde Borissow von Dutzenden Anhängern vor der Polizeizentrale unterstützt.

Borissows bürgerliche Partei GERB hat die Parlamentswahl am Sonntag in Bulgarien mit 23,51 Prozent der Stimmen knapp hinter der populistischen „Es gibt so ein Volk“ (24,08 Prozent) von Entertainer Slawi Trifonow verloren. Bei der aktuellen Abstimmung wurde Borissow zum Parlamentsabgeordneten gewählt, verzichtete aber auf sein Mandat. Borissow hatte Bulgarien mit kurzer Unterbrechung seit 2009 regiert. Das Gegenlager wirft ihm korrupte Amtsführung vor. Internetuser wollen ihn „hinter Gitter“ sehen.

RND/dpa

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