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Brutale Festnahme eines Schwarzen: Macron nennt Vorfall beschämend

  • Polizisten haben in Frankreich einen schwarzen Musikproduzenten beleidigt und geschlagen.
  • Präsident Emmanuel Macron hat sich betroffen zu dem Vorfall geäußert.
  • Er forderte sein Kabinett auf, Maßnahmen zu treffen, die Diskriminierung bekämpfen.
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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich betroffen von Videobildern gezeigt, die einen schwarzen Mann schlagenden Polizisten zeigen. Diese Aufnahmen „beschämen uns“, schrieb er am Freitag auf Facebook. Es war seine erste Reaktion auf offenbar willkürlich von Polizisten ausgeübte Gewalt gegen einen schwarzen Musikproduzenten, die am Donnerstag bekannt wurde.

Macron forderte sein Kabinett auf, schnell Vorschläge zu machen, mit denen das Vertrauen zwischen „den Franzosen und denen, die sie beschützen“ gestärkt werden könne.

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Diskriminierung müsse besser bekämpft werden. Er werde niemals Gewalt von Polizisten, aber auch nicht gegen sie, akzeptieren. „Jene, die sicher stellen, dass das Gesetz eingehalten wird, müssen das Gesetz respektieren“, betonte er.

Beamten zunächst suspendiert

Die in den Vorfall involvierten Beamten wurden für die Dauer einer internen Polizeiuntersuchung suspendiert.

Der Musikproduzent Michel Z. hatte der Nachrichtenagentur AP gesagt, er wolle verstehen, „warum ich von Leuten angegriffen wurde, die eine Polizeiuniform trugen“. Die Polizisten hätten ihn wiederholt beleidigt, darunter ein extrem rassistisches Schimpfwort. Er wisse immer noch nicht, warum sie ihn festnehmen wollten. Er erlitt Verletzungen am Kopf, an Unterarmen und Beinen.

Seine Anwältin Hafida El Ali erklärte, die Videoaufnahmen seien von essenzieller Bedeutung, weil ihr Mandant zunächst wegen Gewalt gegen Personen mit öffentlicher Autorität festgenommen worden sei. „Das ist sehr ernst. Die Realität ist, dass wenn wir nicht diese Videos hätten, mein Mandant vielleicht im Gefängnis wäre.“

RND/AP

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