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Britische Richterin warnt Assange vor Fernbleiben bei nächster Anhörung

  • Der Wikileaks-Gründer Julian Assange wartet derzeit im Belmarsh-Gefängnis in London auf das Verfahren zu einer möglichen Auslieferung in die USA.
  • Aus medizinischen Gründen habe er an der jüngsten Anhörung vor Gericht nicht teilnehmen können, hieß es von seinen Anwälten.
  • Eine britische Richterin will das nur noch dulden, wenn es "medizinische Beweise" gibt.
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London. Eine britische Richterin hat den Wikileaks-Gründer Julian Assange zur Teilnahme an seiner nächsten Anhörung vor Gericht aufgerufen. Er müsse anwesend sein, wenn es keine “medizinischen Beweise” gebe, die eine Abwesenheit erklärten, urteilte Bezirksrichterin Vanessa Baraitser am Montag.

Assanges Anwälte sagten, er habe aus medizinischen Gründen nicht der jüngsten Anhörung zu seiner möglichen Auslieferung an die USA per Videoverbindung aus dem Gefängnis beiwohnen können.

Baraitser setzte einen weiteren Termin für eine Anhörung auf den 27. Juli an. Der 48-jährige Assange ist in den USA in 18 Anklagepunkten wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente beschuldigt.

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Assanges Auslieferungsverfahren wegen Corona verschoben

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich mit der US-Militärgeheimdienstanalystin Chelsea Manning verschworen zu haben, um sich in einen Pentagon-Computer zu hacken und geheime diplomatische Kabel und Militärunterlagen zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen.

Assange war im vergangenen Jahr verhaftet worden, nachdem er der ecuadorianischen Botschaft in London verwiesen worden war. Dort hatte er Zuflucht gesucht, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Vorwürfen der Vergewaltigung und des sexuellen Übergriffs zu entgehen.

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Er wartet im Belmarsh-Gefängnis in London auf das vollständige Verfahren zu seiner Auslieferung. Dieses ist wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Es soll am 7. September beginnen.

RND/AP

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