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  • Briefwahl in den USA: 58,6 Millionen US-Amerikaner haben schon gewählt - Briefwahlkasten in Boston angezündet

Schon 58,6 Millionen US-Bürger haben gewählt

  • Aufgrund der Coronavirus-Pandemie versuchen offenbar viele Menschen in den USA, volle Wahllokale zu meiden.
  • Sie nutzen die Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe und der Briefwahl.
  • Derweil zündeten Unbekannte in Boston einen Briefwahlkasten an.
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Washington. Viele Wähler in den USA nutzen bei der Präsidentschaftswahl die Möglichkeit der persönlichen vorzeitigen Stimmabgabe und der Briefwahl.

Neun Tage vor dem eigentlichen Wahltag am 3. November hatten bereits 58,6 Millionen Wähler ihre Stimme abgegeben, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Bei der Wahl 2016 hatten insgesamt 58 Millionen Menschen per Brief oder vorab persönlich gewählt.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie versuchen viele Leute volle Wahllokale zu meiden. Insbesondere in großen Bundesstaaten wie Texas und Florida war die Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe in den vergangenen Tagen genutzt worden.

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Die vorzeitige Stimmabgabe und Briefwahlen dominierten bisher demokratische Wähler, doch mit der Öffnung von Wahllokalen, in denen Wähler ihre Stimme persönlich abgeben können, holen die Republikaner auf. Viele republikanische Wähler schienen die unfundierten Warnungen von Präsident Donald Trump zu berücksichtigen, wonach Briefwahlen unsicher seien.

Bis zum 15. Oktober hatten als Demokraten registrierte Wähler 51 Prozent der Stimmen abgegeben, und nur 25 Prozent waren als Republikaner registrierte Wähler. Am Sonntag hatten die Demokraten einen geringeren Vorsprung von 51 zu 31 Prozent. Die Zahl der abgegebenen Stimmen wird von lokalen Wahlleitern mitgeteilt und von der Nachrichtenagentur AP ausgewertet.

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Die Daten zeigen lediglich, für welche Partei Wähler registriert sind, nicht, welche Partei sie tatsächlich wählen. Die Daten sind daher nur ein Indikator dafür, welche Partei führen könnte. Es wird erwartet, dass die meisten Wähler der Republikaner ihre Stimme am Wahltag abgeben.

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Briefwahlkasten angezündet

Unbekannte haben derweil in Boston einen speziellen Briefkasten für Briefwahlstimmen angezündet. Es handle sich offenbar um einen gezielten Anschlag, sagten Wahlbeamte am Sonntag. Das FBI ermittelte. Von den 122 Wahlzetteln in dem Briefkasten waren den Angeben zufolge noch 87 lesbar.

Die Behörden riefen die Wählerinnen und Wähler auf, sich von dem Vorfall nicht einschüchtern zu lassen. Betroffene könnten jetzt entweder persönlich wählen gehen oder Ersatz-Briefwahlzettel beantragen. Falls sich jemand nicht melde, werde dessen Original-Stimmzettel ausgewertet, so gut es gehe. Wähler können online nachschauen, ob ihr Stimmzettel bearbeitet wurde.

Das FBI teilte mit, es gehöre zu den höchsten Prioritäten, zur Integrität des Wahlpozesses beizutragen. Die Polizei war in der Nacht zum Tatort gerufen worden und Beamte sahen gegen 4 Uhr morgens am Sonntag Rauch aus dem Briefkasten kommen. Die Feuerwehr befüllte ihn mit Wasser und löschte so den Brand. Am Sonntag veröffentlichten die Ermittler Aufnahmen aus Überwachungskameras von der Zeit der mutmaßlichen Brandstiftung und baten die Öffentlichkeit, bei der Identifizierung der Person zu helfen.

RND/AP

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