Weber zum Brexit-Streit: Johnson handelt unverantwortlich

  • Ein Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der EU scheint immer unwahrscheinlicher.
  • Boris Johnson stimmt sein Land bereits auf einen harten “No-Deal-Brexit” ein.
  • Manfred Weber wirft Johnson vor, “auf politische Spielchen zu setzen”.
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Berlin. Im Brexit-Streit wirft der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, dem britischen Premierminister Boris Johnson Verantwortungslosigkeit vor. „Das Schwarze-Peter-Spiel aus London ist pure Show und bringt niemanden weiter“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Es ist unverantwortlich von Premier Johnson, immer noch auf politische Spielchen zu setzen anstatt endlich in der Sache seriös zu verhandeln.“

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Johnson bereitet Landsleute auf harten Brexit vor
1:08 min
In einem Statement über die Verhandlungen zum Brexit-Abkommen hat der britische Premierminister die EU erneut kritisiert.  © Reuters

Johnson hatte am Freitag nach dem EU-Gipfel erklärt, er stimme sein Land auf einen harten Bruch ohne Vertrag mit der EU am 1. Januar ein. Die EU habe offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen wie mit Kanada. Aus der Downing Street hieß es, der britische Unterhändler David Frost habe seinen EU-Kollegen Michel Barnier gebeten, am Montag nicht wie geplant nach London zu kommen

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Die Europäische Union werde die Integrität ihres Binnenmarktes niemals aufgeben, sagte Weber dem Blatt. „Jeder, der seine Produkte bei uns verkaufen will, muss unsere Standards einhalten. Es wird kein zweites Singapur vor unserer Haustüre geben“, so der CSU-Politiker. Auch werde man keine Verträge mit Partnern abschließen, die bestehende Verträge nicht ernst nähmen. Dennoch bleibe die EU verhandlungsbereit, sagte Weber. „Wir wollen ein Abkommen, wir wollenauch in Zukunft eine enge Partnerschaft.“

RND/dpa

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