• Startseite
  • Politik
  • Brexit: Johnson weist Verzögerungstaktik wegen US-Wahl von sich

Brexit: Johnson weist Verzögerungstaktik wegen US-Wahl von sich

  • Laut britischen Medienberichten zögert Boris Johnson die Brexit-Gespräche mit der EU bis nach der US-Wahl hinaus.
  • Der britische Premierminister hat derartige Spekulationen nun zurückgewiesen.
  • Donald Trump gilt als Brexit-Anhänger, der demokratische Herausforderer Joe Biden steht mehr auf der Seite der EU.
Anzeige
Anzeige

Reading. Der britische Premierminister Boris Johnson hat Behauptungen zurückgewiesen, er würde die Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt mit der EU bis zur US-Wahl hinauszögern. Präsident Donald Trump gilt als Brexit-Anhänger, sein demokratischer Herausforderer Joe Biden ist hingegen mehr der Europäischen Union zugetan. Zu Spekulationen, er würde einen eventuellen No-Deal-Brexit nur verkünden, falls Trump wieder Präsident würde, sagte Johnson am Montag: „Das sind zwei ganz verschiedene Dinge.“

Video
Johnson bereitet Landsleute auf harten Brexit vor
1:08 min
In einem Statement über die Verhandlungen zum Brexit-Abkommen hat der britische Premierminister die EU erneut kritisiert.  © Reuters

Er sei froh, dass bei den Brexit-Verhandlungen beide Seiten wieder an einem Tisch sitzen. „Wir werden sehen, was die Gespräche bringen“, sagte der Premierminister zu Journalisten bei einem Besuch im Royal Berkshire Hospital in Reading westlich von London.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Mögliches Handelsabkommen mit den USA

Seine Bemerkungen bezogen sich vor allem auf einen Bericht des „Observer“ vom Wochenende, demzufolge Johnson angeblich das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl am 3. November abwarten wolle. Bei einem Wahlsieg Trumps würde Johnson dann umgehend ein Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien abschließen.

Nach Angaben eines britischen Regierungssprechers vom Montag sind London und Brüssel nun „in einer intensiven Phase der Verhandlungen“ über einen Brexit-Handelspakt. Bislang waren die Gespräche kaum vorangekommen, London verließ zwischenzeitlich sogar den Verhandlungstisch.

Anzeige

Kommt kein Deal zustande, drohen Zölle und andere Handelsbarrieren. Die Brexit-Übergangsphase, in der praktisch noch alles beim Alten geblieben ist, geht in etwa zwei Monaten zu Ende.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen