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Brexit: Großbritannien und EU überziehen sich mit Vorwürfen

  • Nachdem auch die letzten Gespräche über das Miteinander nach dem Brexit gescheitert sind, wird der Ton zwischen der EU und Großbritannien rauer.
  • In einem Briefwechsel zwischen EU-Unterhändler Barnier und seinem britischen Kollegen Frost fallen deutliche Worte.
  • Anfang Juni steht nun die vorerst letzte vereinbarte Verhandlungsrunde über ein Handelsabkommen an.
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Brüssel/London. Nach den jüngsten erfolglosen Gesprächen über die Beziehungen nach dem Brexit überziehen sich die Europäische Union und Großbritannien mit Vorwürfen.

EU-Unterhändler Michel Barnier reagierte am Mittwoch gereizt auf einen offenen Brief seines britischen Kollegen David Frost, der sich über die Brüsseler Verhandlungslinie beklagt hatte. Barnier hielt dagegen und schrieb an Frost: “Ich möchte nicht, dass der Ton, den Sie angeschlagen haben, das gegenseitige Vertrauen und die konstruktive Atmosphäre beeinträchtigt, die zwischen uns unerlässlich ist.”

Vorerst letzte Verhandlungsrunde im Juni

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Beide Seiten hatten sich vorige Woche erneut ohne erkennbaren Fortschritt getrennt. Anfang Juni steht nun die vorerst letzte vereinbarte Verhandlungsrunde über ein Handelsabkommen an. Barnier betonte: "Die nächste Runde muss nun diese neue Dynamik bringen, um eine Hängepartie zu vermeiden."

Frost hatte in seinem am Dienstag veröffentlichen Brief beklagt, das die EU Großbritannien ein weniger ambitioniertes Handelsabkommen biete als anderen internationalen Partnern, dafür aber viel strengere Bedingungen verlange. "Ich hoffe, dass die EU in den nächsten Wochen noch einmal über ihre Vorschläge nachdenkt, damit wir einen raschen und konstruktiven Weg finden", schrieb Frost.

Großbritannien hatte die EU Ende Januar verlassen. Bis Ende 2020 gilt eine Übergangsfrist, so dass sich im Alltag noch nichts verändert hat. Gelingt in dieser Frist keine Einigung, droht ein harter wirtschaftlicher Bruch. Bereits im Juni müsste entschieden werden, ob die Verhandlungsfrist verlängert wird. Die EU wäre dafür, Großbritannien ist jedoch strikt dagegen.

RND/dpa

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