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  • Brexit: EU-Kommissionschefin von der Leyen nicht sicher, ob es einen Deal gibt - die nächsten Tage seien entscheidend

Von der Leyen: Brexit-Handelspakt immer noch ungewiss

  • So viele Stichdaten sind schon verstrichen, ein Brexit-Handelspakt steht jedoch immer noch nicht.
  • Und dass es am Ende einen Deal gebe, sei auch nicht sicher, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
  • Sie äußert Bereitschaft zur Kreativität, zieht aber auch einmal mehr klare Grenzen.
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Brüssel. Fünf Wochen vor dem Ausscheiden Großbritanniens aus dem Europäischen Binnenmarkt ist ein Brexit-Handelspakt aus Sicht von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen immer noch nicht sicher. „Ich kann Ihnen heute immer noch nicht sagen, ob es am Ende ein Abkommen geben wird“, sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. Die nächsten Tage würden entscheidend.

Von der Leyen bekräftigte die seit Monaten diskutierten Hauptstreitpunkte: gleiche Wettbewerbsbedingungen, Fischereirechte und Instrumente zur Ahndung von Verstößen gegen das geplante Abkommen. Es gebe immer noch sehr ernste Differenzen.

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EU-Kommission dämpft Hoffnungen auf Brexit-Abkommen
1:36 min
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte am Mittwoch im EU-Parlament, dass man sehr gut auf ein "No-Deal-Szenario" vorbereitet sei.  © Reuters
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“Wir sind nicht bereit, den Bestand unseres Binnenmarkts in Frage zu stellen”

„Mit nur noch sehr wenig Zeit vor uns werden wir alles in unserer Macht tun, um eine Einigung zu erreichen“, sagte von der Leyen. „Wir sind bereit, kreativ zu sein. Aber wir sind nicht bereit, den Bestand unseres Binnenmarkts in Frage zu stellen.“

Großbritannien ist zwar bereits im Januar aus der EU ausgeschieden. Der wirtschaftliche Bruch steht jedoch erst zum Jahresende mit dem Austritt aus dem Binnenmarkt und der Zollunion an.

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Der Handelspakt soll Zölle und Handelshemmnisse verhindern. Nach monatelangen Verhandlungen bleiben nur noch wenige Tage zur Einigung, weil ein Abkommen auch noch ratifiziert werden müsste.

RND/dpa

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