Brandenburger Koalition will Abschuss von Wölfen erleichtern

  • Der Abschuss von Wölfen wird immer wieder auch auf politischer Ebene diskutiert.
  • Nun will die Koalition in Brandenburg diesen erleichtern.
  • Die Argumentation: Die Voraussetzungen dafür seien so eng geregelt, dass es derzeit fast keine Abschüsse gebe.
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Potsdam. Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen im Landtag wollen den Abschuss von Wölfen in Brandenburg erleichtern. „Wir wollen schießen, weil wir in Brandenburg den höchsten Wolfsbesatz haben, der zunehmend zu Schadensereignissen führt“, sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann am Dienstag bei der Vorstellung des Koalitionsantrags zu Änderungen in der Brandenburgischen Wolfsverordnung für die nächste Landtagssitzung.

Die Abschüsse seien auch notwendig, um die Wölfe aus der Nähe der Menschen fernzuhalten. „Sie müssen ihre Scheu behalten vor menschlichen Siedlungen und Stallungen, meinte der Fraktionschef. „Wölfe merken, wenn sie nichts zu befürchten haben und werden immer dreister.“

Die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen sei im gültigen Brandenburger Wolfsmanagement so eng geregelt, dass praktisch keine Abschüsse stattfinden könnten.

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„Bislang muss vor einem Abschuss gezielt der Wolf identifiziert werden, der für Risse bei Nutztieren verantwortlich ist, das ist meist kaum möglich“, erläuterte Redmann. „Künftig sollen Tiere aus dem Rudel, das für Schadensereignisse veranwortlich ist, geschossen werden können.“

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Die GroKo im Bund hatte lange darüber gestritten, ob der Abschuss von Wölfen erleichtert werden soll. Dann die Einigung: Er wird erleichtert, aber jeder Abschuss muss einzeln genehmigt werden. Im Februar des vergangenen Jahres stimmte dann auch der Bundesrat der Regelung zu.

RND/dpa

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