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Waldbrand in Berlin

Roboter Teodor hilft bei Löscharbeiten im Grunewald

In dem Spezialfahrzeug der Bundeswehr wurde das unbemannte Manipulationsfahrzeug tEODor am Donnerstag zum Grunewald gebracht.

In dem Spezialfahrzeug der Bundeswehr wurde das unbemannte Manipulationsfahrzeug tEODor am Donnerstag zum Grunewald gebracht.

Berlin. Auch am Donnerstagmittag bleiben die Feuerwehrleute im Berliner Grunewald außerhalb des Sperrkreises. Nicht mehr als 1000 Meter können sie sich den Brandherden rund um den Sprengplatz der Polizei mitten im Wald nähern. Ungewollte Explosionen von dort gelagertem Sprengstoff und mutmaßlich auch Feuerwerkskörpern hatten einen Großbrand ausgelöst. Auf 1,5 Hektar brennt der knochentrockene Wald. Die Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz.

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Rund 1,2 Kilometer vom Sprengplatz entfernt hat die Feuerwehr neben der Autobahn ihr Lagezentrum aufgebaut. Auf einem Hügel besprechen sie sich mit den anderen Behörden: Polizei, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr. Die Feuerwehr und vor allem die Polizei haben unterdessen auch begonnen, zwei der insgesamt vier Brandherde zu bekämpfen, um zumindest eine weitere Ausbreitung zu verhindern, trotz der weiter bestehenden Explosionsgefahr. 10.000 Liter in neun Minuten verspritzt ein Wasserwerfer des Modells Wawe 10, wie ein Feuerwehrsprecher erklärt.

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Laute Explosionen zu hören

Wie gefährlich die Lage auch einige Stunden nach dem Beginn des Brandes für die Einsatzkräfte ist, zeigt sich um kurz nach 11 Uhr: Innerhalb weniger Minuten sind zwei laute Explosionen zu hören. Es sind eindrucksvolle Knallgeräusche. Aber nichts im Vergleich zu den Explosionen des Morgens, wie der Feuerwehrsprecher sagt. Da hätten auch hier, gut 1,2 Kilometer entfernt, die Scheiben der Einsatzfahrzeuge gewackelt.

Räumpanzer der Bundeswehr im Grunewald

Räumpanzer der Bundeswehr im Grunewald

Bergepanzer und Roboter der Bundeswehr rücken an

Weil das direkte Löschen der Brandherde wegen der dort lagernden Sprengstoffe und Weltkriegsbomben auch nach Stunden noch zu gefährlich ist, muss die Bundeswehr ran. Gegen 13 Uhr kommen ein Bergepanzer und ein Roboterfahrzeug der Truppe aus Havelberg im Grunewald an. Der Roboter sei ein ferngesteuertes Kettenfahrzeug, etwa so groß wie eine Gartenschubkarre und höre auf den Namen Teodor, erklärt General Jürgen Karl Uchtmann, Kommandeur des Landeskommandos Berlin. Der Name ist eine Abkürzung und steht für „telerob Explosive Ordnance Disposal and observation robot“. Als „Manipulationsfahrzeug“ wird zur Kampfmittelabwehr eingesetzt, kann Sprengsätze unschädlich machen und verdächtige Gegenstände im Zweifelsfall sogar mit einer Flinte beschießen, um sie funktionsunfähig zu machen.

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Brand im Grunewald – „wissen nicht, wie oft es noch zu Explosionen kommt.“

Explosionen erschütterten am frühen Morgen den Berliner Südwesten – ein Waldbrand im Grunewald war die Folge.

Roboter Teodor soll an die Brandherde heranfahren

Teodor soll aus sicherer Entfernung gelenkt an die Brandherde heranfahren, damit die Feuerwehr sieht, womit sie es zu tun hat. Der Bergepanzer soll unterdessen Schneisen in den Wald schlagen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Mit dem Roboter könne man nun dichter an den Brandort vordringen. Dadurch erhoffe man sich weitere Erkenntnisse zum Ausmaß des Brandes und zu möglichen Gefahren durch weitere Explosionen auf dem Sprengplatz. „Eine nähere Einschätzung erwarten wir in den nächsten Stunden“, so der Sprecher. „Der Löschangriff kann erst erfolgen, wenn wir wissen, wie es dort aussieht“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein.

Roboter soll bei Einschätzung helfen

Die Aufnahmen des Roboters sollen auch bei der Einschätzung helfen, ob es den Sperrkreis von einem Kilometer weiterhin braucht, oder ob Einsatzkräfte näher an das Feuer heran können. Diese Einschätzung hat auch Auswirkungen auf den Berliner Verkehr: Solange die Gefahr nicht gebannt ist, müssen die Avus und auch der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Berlin und Potsdam gesperrt bleiben.

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