Kolumbus-Statue in Boston von Unbekannten geköpft

  • In Boston haben Unbekannte eine Statue von Christoph Kolumbus geköpft.
  • Bürgermeister Marty Walsh will die geschichtliche Bedeutung der Figur neu bewerten.
  • Historiker kritisieren Kolumbus unter anderem dafür, entscheidend zum transatlantischen Sklavenhandel beigetragen zu haben.
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Boston. Unbekannte Täter haben in einem Park der amerikanischen Stadt Boston eine Statue von Christoph Kolumbus geköpft. Nachdem der Figur in der Nacht der Kopf abgetrennt wurde, sollte der Rest der Statue am Mittwochmorgen abgebaut werden, sagte Bürgermeister Marty Walsh.

Man befürworte die Tat nicht, wolle sich aber mit Blick auf die aktuellen Diskussionen in Boston und dem Rest der USA Zeit lassen, die geschichtliche Bedeutung der Statue neu zu bewerten.

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Historiker kritisieren Kolumbus für Gewalt

Meistens bezogen diese sich auf historische Figuren oder Ereignisse im Bürgerkrieg, in dem die Südstaaten für eine Fortsetzung der Sklaverei gekämpft hatten.

Kolumbus war einer der ersten Europäer in der Neuen Welt und wird häufig als Entdecker Amerikas bezeichnet. Historiker und Bürgerrechtler kritisieren ihn aber für sein gewalttätiges Verhalten gegenüber den Ureinwohnern Amerikas und dafür entscheidend, zum transatlantischen Sklavenhandel beigetragen zu haben.

RND/dpa

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