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  • Bosnien-Herzegowina: Bundestagsabgeordneter Schmidt wird Hoher Repräsentant

Bundestagsabgeordneter Schmidt wird Hoher Repräsentant in Bosnien-Herzegowina

  • Das Amt des Hohen Repräsentanten wurde 1995 nach dem Ende des Bosnien-Kriegs geschaffen.
  • Nun übernimmt der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt das Amt.
  • Damit sind weit reichende Vollmachten verbunden.
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Sarajevo. Der Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt (CSU) übernimmt am Sonntag das Amt des Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegovina. Damit bekommt der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister in dem von ethnischen Konflikten zerrütteten Land weit reichende Vollmachten: Er kann Gesetze erlassen und Amtsträger entlassen - ungeachtet dessen, was Parlament und Regierung des Landes beschließen.

Das Amt des Hohen Repräsentanten wurde durch den Friedensvertrag von Dayton (USA) 1995 geschaffen, mit dem der Bosnien-Krieg beendet wurde. Schmidts Amtsantritt wird von einem Streit um Geschichtsdeutung überschattet.

Die politischen Vertreter der bosnischen Serben weigern sich nach wie vor, das Massaker von Srebrenica 1995 als Völkermord anzuerkennen, obwohl ihnen dafür seit kurzem Haftstrafen drohen. In Srebrenica hatten serbische Polizei und Paramilitärs etwa 8000 bosnische Muslime getötet.

RND/dpa

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