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Boris Johnson fordert: Weltbevölkerung bis Ende 2022 impfen

  • Der britische Premier Boris Johnson fordert vor dem anstehenden G-7-Gipfel, die Impfung der gesamten Weltbevölkerung bis Ende 2022 anzustreben.
  • „Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die größte Heldentat der medizinischen Geschichte.“
  • Johnson zufolge soll dafür die Produktion von Impfstoffen hochgefahren und die Barrieren für die internationale Verteilung gesenkt werden.
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London. Der britische Premier Boris Johnson hat vor dem anstehenden G-7-Gipfel die führenden Industrienationen aufgerufen, die Impfung der gesamten Weltbevölkerung bis Ende 2022 anzustreben.

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„Ich fordere meine Kollegen der G-7-Staaten auf, diese schreckliche Pandemie mit uns zu beenden und zu versprechen, dass wir die durch das Coronavirus angerichtete Verwüstung nie wieder zulassen werden“, sagte Johnson laut einer Mitteilung am Samstagabend.

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„Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die größte Heldentat der medizinischen Geschichte.“

Abgabe an ärmere Länder erhöhen

Johnson zufolge solle dafür die Produktion von Impfstoffen hochgefahren, die Barrieren für die internationale Verteilung gesenkt und die Abgabe von Impfdosen über die internationale Covax-Initiative an ärmere Länder erhöht werden.

Johnsons Regierung wird ebenso wie der US-Regierung von anderen Ländern vorgeworfen, bislang – anders als etwa die EU – so gut wie keine Impfstoffe exportiert zu haben.

Bei der Abgabe von Impfdosen an andere Länder ist in Großbritannien bislang immer von überschüssigen Dosen die Rede – also dem Impfstoff, der für die eigene Bevölkerung gar nicht mehr benötigt wird.

Deutlich mehr Dosen gekauft als benötigt

Viele Industriestaaten haben deutlich mehr Impfdosen eingekauft, als sie für ihre Bürger benötigen, da in der Entwicklungsphase noch nicht klar war, welche Mittel die Zulassung der Behörden bekommen würden.

Die Regierungschefs der G-7-Staaten, zu denen neben Großbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Japan, Kanada und Italien zählen, kommen vom 11. bis zum 13. Juni im englischen Cornwall zusammen.

RND/cle/dpa

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