Bolivien: Präsident Morales erklärt sich zum Wahlsieger

  • Die Präsidentschaftswahl in Bolivien will Evo Morales in der ersten Runde für sich entschieden haben.
  • Der Präsident spricht von einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten, weshalb eine Stichwahl nicht mehr nötig sei.
  • Sein Kontrahent Carlos Mesa wirft ihm derweil vor, “einen monumentalen Betrug” begangen zu haben.
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Boliviens Präsident Evo Morales hat sich zum Sieger der ersten Runde der Präsidentschaftswahl erklärt. Er habe einen Vorsprung von zehn Prozentpunkten, wodurch eine Stichwahl nicht mehr nötig sei, sagte Morales auf einer Pressekonferenz. Mehr als 98 Prozent der Stimmen der Abstimmung vom Sonntag seien ausgezählt, und er habe alle nötigen Stimmen beisammen, um eine zweite Wahlrunde gegen Ex-Präsident Carlos Mesa zu vermeiden. "Wir haben in der ersten Runde gewonnen. 1,5 Prozent (der Stimmen) müssen noch ausgezählt werden, wir haben mit den Stimmen der Landbevölkerung gewonnen."

Experten sahen knappes Rennen zwischen Morales und Mesa

Die Wahl war unter Experten als knappes Rennen zwischen Morales und Mesa vorhergesagt worden. Dieser kündigte sofort die Bildung eines Bündnisses an, "um die Abstimmung zu verteidigen". Morales habe "einen monumentalen Betrug" begangen, um für eine vierte Amtszeit gewählt zu werden.

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Internationale Wahlbeobachter hatten zuvor Bedenken wegen einer Unterbrechung der Bekanntgabe der Ergebnisse bekundet. Nach einem einen Tag langen Aussetzer stieg der Stimmenanteil von Morales plötzlich an.

RND/AP