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Ramelow: Bei Impfungen für Kinder und Jugendliche Stiko-Empfehlung abwarten

  • Vor dem Impfgipfel am Donnerstag spricht sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow gegen eine schnelle Entscheidung zu Impfungen für Kinder und Jugendliche aus.
  • Er wolle die Empfehlung der Ständigen Impfkommission abwarten, sagte Ramelow.
  • Es gebe noch offene medizinische Fragen.
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Berlin. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) plädiert vor dem Impfgipfel am Donnerstag dafür, wegen offener medizinischer Fragen im Umgang mit Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen auf eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu warten.

„Die wissenschaftlichen Fragen sind noch nicht schlüssig beantwortet, ob Kinder überhaupt geimpft werden sollen – und wenn, mit welchem Impfstoff – und ob Kinder mit Risikofaktoren vorgezogen werden. Ich jedenfalls werde den Rat der Stiko abwarten.“

Eine Reservierung von Impfdosen für Kinder und Jugendliche hält er für unnötig: „Es wird uns nicht an Impfstoff mangeln. Das ist nicht die Kernfrage. Wir müssen jetzt nichts übers Knie brechen.“ Dass Kinder nur mit Impfung am Präsenzunterricht teilnehmen können, schließt Ramelow aus.

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Der Virologe Christian Drosten sieht Deutschland beim Impfen gegen Corona auf gutem Weg.  © dpa

„Impfen lassen müssen – das geht gar nicht“, sagte der Ministerpräsident. „Und noch eins ist klar: Wenn Kinder geimpft werden, muss immer ein Erziehungsberechtigter dabei sein. Damit wir den Streit von Eltern nicht ins Klassenzimmer verlegen, sollten Impfangebote in der Schule außerhalb des Unterrichts gemacht werden.“

Die Impfungen für Schülerinnen und Schüler sind neben der Einführung eines digitalen Impfpasses und den Folgen der Aufhebung der Impfpriorisierung am 7. Juni Thema bei der Videokonferenz der Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern am Donnerstag.

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