BND gibt drei Dokumente aus Barschel-Akten frei

  • Die Frage nach den Todesumständen von Uwe Barschel ist auch nach 34 Jahren nicht geklärt.
  • Nun macht der Bundesnachrichtendienst drei Dokumente aus den Akten zugänglich.
  • Darunter befindet sich eine Unterlage mit Namen ehemaliger Stasi-Mitarbeiter.
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Ein Großteil der Akte des Bundesnachrichtendienstes (BND), die Unterlagen mit Bezug zu den Todesumständen des ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel enthält, ist bislang nicht öffentlich zugänglich. Nach und nach laufen aber für diese die Schutzfristen aus.

Für einen Teil ist dies am 1. Januar geschehen, wie die „Kieler Nachrichten“ berichten. Der BND bestätigte der Zeitung auf Anfrage: „Zum 1. Januar 2021 ist für drei Dokumente des Entstehungsjahres 1990 die allgemeine archivische Schutzfrist abgelaufen. Eine Nutzung dieser Unterlagen, gegebenenfalls mit einzelnen Schwärzungen, ist auf konkreten Antrag hin möglich.“

Laut dem Bericht handle es sich bei einem Dokument um eine Unterlage mit Namen früherer Stasi-Mitarbeiter. Die zweite Unterlage beinhalte eine anwaltliche Aufforderung auf eine Gegendarstellung, die dem BND zur Kenntnis gegeben wurde.

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Uwe Barschel war neun Tage nach seinem Rücktritt als Schleswig-Holsteins Ministerpräsident am 11. Oktober 1987 tot in einer Badewanne in einem Genfer Hotel gefunden worden. Am Tag darauf sollte der CDU-Politiker vor einem Untersuchungsausschuss aussagen. Die Behörden gingen zunächst von Selbstmord aus, spätere Mordermittlungen endeten ohne Ergebnis.

RND/KN/das

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