• Startseite
  • Politik
  • BLM: American Airlines-Mitarbeiter gegen Black-Lives-Matter-Anstecker

Mitarbeiter gegen Black-Lives-Matter-Anstecker bei American Airlines

  • Die amerikanische Fluggesellschaft American Airlines hat eine interne Rassismusdebatte ereilt.
  • Die Linie hat Black-Lives-Matter-Anstecker für Flugbegleiter erlaubt.
  • Einige Angestellte sind deshalb wütend und interpretieren das als Signal gegen die Sicherheitsbehörden der USA.
Anzeige
Anzeige

New York/Fort Worth, Texas. Weil die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines (AA) ihren Flugbegleitern erlaubt hat, bei der Arbeit Anstecknadeln zu tragen, die ihre Sympathie für die Bewegung Black Lives Matter (BLM) ausdrücken, gehen viele Mitarbeiter nun auf die Barrikaden. Ihr Ärger stützt sich vor allem auf die Tatsache, dass sie glauben, die Bewegung würde sich grundsätzlich gegen die Polizei und die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika wenden. Die Bewegung würde die Bevölkerung spalten und Gewalt fördern und dulden. Eine Rassismusdebatte keimt auf.

Laut einem Bericht der “New York Post” hätten sich vor allem weiße Angestellte aus dem New Yorker Raum echauffiert. So schrieb eine Flugbegleiterin an das Management: “Ich ärgere mich darüber. Schweres Vergehen. Mein Mann ist ein LEO (Law Enforcement Officer), genau wie mein verstorbener Vater und für mich gilt ALL LIVES MATTER.” Außerdem hieß es in der Mail, sie ist “völlig angewidert darüber, dass wir unseren GOTT, unser LAND, unsere LEOs nicht unterstützen können, aber wenn es um die BLM-Organisation geht (die an sich umstritten ist), sagt American Airlines, dass dies offensichtlich anders ist.”

Von einem anderen Flugbegleiter kommt die Beschwerde, Kollegen und Kolleginnen, die die Nadel nicht tragen wollen, gelten als rassistisch und würden geächtet. Er bezeichnet BLM als “eine terroristische Organisation, die Gewalt fördert, um ihre Agenda voranzutreiben”. Ein dritter Mitarbeiter sieht sich dazu im Recht, nun eine Anstecknadel tragen zu dürfen, mit der er sich gegenüber der New Yorker Polizei solidarisiert.

American Airlines schockiert über Beschwerden

Anzeige

Die Airline selbst ist überrascht und schockiert darüber, wie viele Mitarbeiter sich beschwert haben. Dazu käme der unverhohlene Rassismus und die deutliche Ablehnung, von der einige schwarze Mitarbeiter berichteten. Dieser ging, so ein hochrangiger Beamter, sowohl von Kollegen und Kolleginnen als auch von Fluggästen aus. “American Airlines setzt sich wirklich für eine integrative Kultur ein, die alle willkommen heißt und unser Land und unsere Welt widerspiegelt”, sagte Jill Surdek, Senior Vice President für Flugdienste der Fluggesellschaft, in einer E-Mail-Antwort an Mitarbeiter, die sich beschwerten.

Anzeige

Einheitliche Anstecker werden designet

In einem weiteren Statement an die New York Post hat AA bekannt gegeben, dass diverse Arbeitsgruppen gebildet wurden, um mehrere Anstecknadeln zu gestalten, die gemeinnützige Organisationen wie die Unicef und entsprechende Bewegungen unterstützen sollen, indem die Mitarbeiter diese im Dienst tragen.

Den BLM-Pin-Push betrachte man “nicht als politische Sache, sondern als universelle Sache in Bezug auf Menschlichkeit und Gleichheit”: “Grundsätzlich ist Black Lives Matter ein Ausdruck der Gleichheit. Es bedeutet nicht, dass andere Leben keine Rolle spielen, sondern dass in unserer Gesellschaft schwarze Leben eine Rolle spielen und genauso geschätzt werden sollten wie andere. Das ist nicht politisch.”

RND/cmp

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen