BKA-Mitarbeiter fallen mit rechtsradikalen Pseudonymen auf

  • Rechtsextreme Namen wie “Holocaust=fake” oder “H1tler” haben sich Kommissarsanwärter des BKA bei einer Computerübung gegeben.
  • Einer konnte sich laut BKA glaubhaft entschuldigen, gegen einen weiteren läuft ein Entlassungsverfahren.
  • Der dritte konnte hingegen nicht identifiziert werden.
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Wiesbaden. Drei Kommissarsanwärter des Bundeskriminalamtes (BKA) sind bei einer Computerübung mit rechtsradikalen, rassistischen oder rechtsextremen Pseudonymen aufgefallen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Gegen einen Anwärter laufe nach Auskunft einer BKA-Sprecherin in Wiesbaden ein Entlassungsverfahren, er habe Hausverbot. Außerdem sei gegen den Mann Strafanzeige erstattet worden wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Der Nachwuchspolizist habe sich im Juli bei einer computergestützten Lehrübung den Namen "Holocaust=fake" gegeben.

Einer konnte nicht identifiziert werden

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Ein zweiter Anwärter, der sich den Namen "H1tler" gab, ist nach Angaben des BKA gemaßregelt worden. Wegen seiner glaubhaften Entschuldigung sehe man von einer Entlassung ab, sagte die BKA-Sprecherin dem "Spiegel". Einen weiteren Anwärter, der sich für die Übung ein mutmaßlich rassistisches Pseudonym gab, habe man nicht identifizieren können. "Im BKA ist kein Platz für rechtes oder menschenverachtendes Gedankengut", betonte die Sprecherin. Nach ihren Angaben vom Freitag arbeiten derzeit rund 950 Anwärter bei der Behörde.

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RND/dpa