Björn Höcke kandidiert erneut als Thüringer AfD-Chef

  • Der umstrittene Landeschef der Thüringer AfD, Björn Höcke, will weiter im Amt bleiben.
  • Auf einem Parteitag kandidiert er am Samstag erneut für den Landesvorsitz.
  • Die Thüringer AfD hält zudem an einem Präsenzparteitag fest - anders als andere Landesparteien.
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Pfiffelbach. Thüringens umstrittener AfD-Landeschef Björn Höcke bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Der 48-Jährige kandidiert am Samstag auf einem Parteitag (9.00 Uhr) in Pfiffelbach (Kreis Weimarer Land) nach Angaben eines Parteisprechers erneut für den Landesvorsitz. Höcke war einer der Mitgründer des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften „Flügels“ in der AfD, der sich inzwischen offiziell aufgelöst hat.

Auch der zweite Landessprecher Stefan Möller tritt nach eigenen Angaben bei der Neuwahl des gesamten Vorstands erneut an. Ob es Gegenkandidaten gibt, sei offen, weil kurzfristige Bewerbungen möglich seien.

Im Gegensatz zu anderen Parteien in Thüringen, die ihre Parteitage im November wegen der Corona-Pandemie abgesagt hatten, hielt die AfD an dem Parteitagstermin fest. Sie musste dem Landratsamt ein Hygienekonzept vorlegen, um Infektionen zu verhindern.

Für den Parteitag angemeldet haben sich nach bisherigen Angaben etwa 230 Mitglieder. Bei der AfD werden zu Parteitagen keine Delegierten entsandt, theoretisch kann jedes Mitglied selbst kommen.

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Die AfD hat laut Landessprecher Möller in Thüringen etwa 1300 Mitglieder. Sie stellt seit der Landtagswahl 2019 die zweitgrößte Fraktion im Thüringer Parlament. Der AfD-Landesverband wird vom Verfassungsschutz seit diesem Jahr als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus klassifiziert.

RND/dpa

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