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Biden will atomaren Abrüstungsvertrag mit Russland um fünf Jahre verlängern

  • Der New-Start-Vertrag über die Begrenzung von Atomwaffen wäre im Februar ausgelaufen.
  • US-Präsident Joe Biden will den letzten großen atomaren Abrüstungsvertrag mit Russland nun aber verlängern.
  • Der Demokrat will ebenso wie Moskau, dass das Abkommen weitere fünf Jahre gültig bleibt.
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Washington. US-Präsident Joe Biden will nach übereinstimmenden Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der „Washington Post“ den letzten großen atomaren Abrüstungsvertrag mit Russland verlängern. Demnach will Biden ebenso wie Moskau einer Verlängerung um fünf Jahre zustimmen. Eine offizielle Bestätigung stand am Donnerstag zunächst noch aus.

Der New-Start-Vertrag über die Begrenzung von Atomwaffen wäre Anfang Februar - also in gut zwei Wochen - ausgelaufen. Das am 5. Februar 2011 in Kraft getretene Abkommen begrenzt die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Es war zunächst für eine Laufzeit von zehn Jahren geschlossen worden.

Trump-Regierung war sich uneins mit Russland

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Die Regierung von Bidens Vorgänger Donald Trump hatte sich mit Moskau in zähen monatelangen Verhandlungen nicht auf eine Verlängerung einigen können. Unmittelbar nach Bidens Vereidigung am Mittwoch hatte das russische Außenministerium eine Verlängerung des Vertrags um fünf Jahre ohne Vorbedingungen vorgeschlagen.

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Würde der Vertrag ohne Verlängerung auslaufen, gäbe es erstmals seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr, das dem Bestand an strategischen Atomwaffen Grenzen setzt. Russland und die USA besitzen zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen.

RND/dpa

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