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  • Biden nannte australischen Premier Morrison in Schalte nicht beim Namen

Name vergessen? – Morrison nimmt Aussetzer von Biden gelassen

  • US-Präsident Joe Biden nannte den australischen Premierminister Scott Morrison in einer Video­schalte nicht beim Namen.
  • Stattdessen sprach er von „Kumpel“.
  • Einige Australier zogen den Vergleich zum Jahr 2017, als der frühere Sprecher von Donald Trump Morrisons Vorgänger Malcolm Turnbull als „Mr. Trumble“ bezeichnete.
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Der australische Premier­minister Scott Morrison nimmt eine peinliche Gedächtnis­lücke von US-Präsident Joe Biden mit Humor. Es mache ihm nichts aus, dass Biden offenbar seinen Namen vergessen habe, sagte Morrison am Freitag in einem Interview mit australischen Medien.

Den britischen Premier sprach Biden mit „Boris“ an

Bei ihrer virtuellen Presse­konferenz am Vortag fiel auf, dass Biden den Australier stets als „Kumpel“ und „diesen Typen in Down Under“ bezeichnete. Schnell kam bei Beobachtern der Verdacht auf, dass dem Präsidenten wohl der Name des australischen Regierungs­chefs entfallen sein müsse. Denn für Biden war der britische Premier, der ebenfalls bei der Video­schalte dabei war, der „Boris“. Morrisons Name kam ihm indes nicht über die Lippen.

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Einige Australier fühlten sich an eine Episode im Jahr 2017 erinnert, als Sean Spicer – der frühere Sprecher des damaligen US-Präsidenten Donald Trump – Morrisons Vorgänger Malcolm Turnbull als „Mr. Trumble“ bezeichnete.

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Morrison tat Bidens Aussetzer mit einem Lachen ab, auch wenn andere eine Herab­stufung von Australiens Stellen­wert für die Vereinigten Staaten hinein­lasen. Wenn er sich privat mit Biden unterhalte, nenne er ihn in der Regel „Pal“, also „Kumpel“, sagte der Premier. Er spreche Biden mit „Mr. President“ oder dem in Australien üblichen „Mate“ – also „Freund“ – an.

Er habe in der virtuellen Presse­konferenz gar nicht so sehr auf die Gedächtnis­lücke geachtet. „Ich meine, diese Dinge passieren oft. Ihm selbst entfalle mitunter der ein oder andere Name. „In unserer Branche ist das ehrlich gesagt ziemlich normal.“

Nächste Woche begegnen sich die ranghohen „Kumpel“ von Angesicht zu Angesicht. Dann wird Morrison in den USA zu seinem ersten Besuch seit Bidens Amts­antritt erwartet.

RND/AP

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