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Biden: Energiekonzerne mitverantwortlich für hohe Benzinpreise

US-Präsident Joe Biden macht Öl- und Gaskonzerne mitverantwortlich für die hohen Energiekosten (Archivbild).

Washington/ Berlin.US-Präsident Joe Biden macht Öl- und Gaskonzerne mitverantwortlich für die hohen Energiekosten. Trotz gefallener Großhandelspreise werde Benzin an den Zapfsäulen nicht günstiger, sagte Biden am Dienstag in Washington.

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Offenbar würden die Unternehmen den Rückgang der Rohölpreise nicht an die Verbraucher weitergeben, sondern die Differenz selbst einstreichen. Das sei nicht akzeptabel. Gleichzeitig betonte Biden, dass die hohen Preise ein weltweites Problem seien. Die mit einigen anderen Ländern koordinierte Freigabe von Ölreserven werde aber dabei helfen, die Angebotsknappheit zu bewältigen. Die Amerikaner würden den Anstieg der Benzinpreise überstehen.

Biden steht unter Druck wegen der allgemeinen Inflation, die die Amerikaner unter anderem an den Tankstellen besonders zu spüren bekommen. Entspannung soll das Anzapfen der Ölreserven bringen. Das Weiße Haus teilte am Dienstag mit, es würden 50 Millionen Fass Öl zu je 159 Liter freigegeben. Der Schritt erfolge in Absprache mit China, Indien, Südkorea, Japan und Großbritannien, die ähnliche Maßnahmen beschlossen.

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Ölpreise steigen wieder

Vorerst zeigte sich jedoch keine echte Entspannung. Die Ölsorte Brent verteuerte sich nach der Ankündigung, die Reserven anzuzapfen. Mit über 80 Dollar je Fass kostete sie aber immer noch deutlich weniger als das im Oktober erreichte Dreijahreshoch von mehr als 86 Dollar. Analysten und Experten hielten die Maßnahme für nicht umfangreich genug, um die Preise nachhaltig zu drücken.

Politische Gegner Bidens wiederum gaben dessen Politik zur Bekämpfung des Klimawandels die Schuld an den höheren Energiepreisen. Der Präsident wies dies zurück, räumte jedoch ein, dass es etwas dauern werde, bevor seine Maßnahmen greifen. „Aber in Kürze sollten Sie sehen, wie der Benzinpreis dort sinkt, wo Sie Ihren Tank auffüllen, und längerfristig werden wir unsere Abhängigkeit vom Öl reduzieren, indem wir auf saubere Energie umsteigen.“

RND/Reuters

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