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Biden attackiert Trump als “ersten” rassistischen US-Präsidenten – “absolut widerlich”

  • Präsidentschaftswahlkampf im Schatten der Corona-Pandemie.
  • Der designierte Kandidat der Demokraten wirft Donald Trump vor, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben.
  • Der Präsident ist dagegen des Lobes voll – über sich.
1:28 min
US-Präsident Donald Trump hat die Entsendung von Bundesbeamten in mehrere Großstädte angekündigt. Die Städte, wie etwa Chicago und Albuquerque würden, so Trumps Darstellung, gegen eine Welle von Gewaltverbrechen ankämpfen.  © Reuters
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Joe Biden, designierter Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, hat Amtsinhaber Donald Trump als den “ersten” rassistischen Präsidenten des Landes bezeichnet.

Die Worte fielen am Mittwoch bei einer virtuellen Fragerunde mit Bürgern, die von der Gewerkschaft SEIU organisiert wurde. Als ein Teilnehmer sich über den mit der Corona-Pandemie einhergehenden Rassismus beklagte und dabei Trumps Verweise auf das “China-Virus” erwähnte, griff Biden den Faden auf: Der Präsident sorge für eine “Ausbreitung von Rassismus”, sagte der Vizepräsident.

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Biden: „Trump hat euch alle aufgegeben“
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Der Herausforderer von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November verschärft seinen Ton gegen den US-Präsidenten.  © Reuters
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"Die Art und Weise, wie er mit Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe umgeht, ihrer nationalen Herkunft, wo sie herkommen, ist absolut widerlich", ergänzte Biden. "Kein amtierender Präsident hat so etwas jemals getan. Nie, nie, nie. Kein republikanischer Präsident, kein demokratischer. Wir hatten Rassisten, und die existierten. Sie versuchten, zum Präsidenten gewählt zu werden." Trump aber sei der erste.

Zudem warf Biden ihm vor, das Thema Ethnie “als einen Keil” zu missbrauchen, um von seinem Versagen in der Corona-Krise abzulenken.

Tatsächlich waren viele US-Präsidenten Sklavenbesitzer – darunter der erste, George Washington. Zuletzt kündigte die renommierte Princeton University an, ihre nach dem 28. Präsidenten Woodrow Wilson benannte Politik-Fakultät wegen dessen rassistischer Gesinnung umzutaufen. Er diente von 1913 bis 1921 im Weißen Haus.

Woodrow galt als Verfechter der Trennung von Schwarzen und Weißen und setzte die diskriminierende Politik auch in etlichen Bundesbehörden durch.

In einer Reaktion auf Bidens Vorwürfe verwies Trump am Mittwoch im Weißen Haus auf Bemühungen seiner Regierung um eine Reform des Strafjustizsystems, Investitionsprogramme sowie eine geringe Arbeitslosigkeit unter Minderheiten vor der Coronavirus-Pandemie.

“Ich habe mehr für schwarze Amerikaner getan als irgendjemand anderes, Abraham Lincoln vielleicht ausgenommen”, erklärte Trump.

RND/cle/AP

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