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Bewaffneter Konflikt: Armenien wendet sich an internationales Gericht

  • Armenien hat den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im bewaffneten Konflikt mit Aserbaidschan um Hilfe gebeten.
  • Der Streit um die Region Berg-Karabach war am Sonntag wieder aufgeflammt.
  • Seitdem starben auch Zivilisten.
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Straßburg. Armenien hat im Konflikt mit Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet. Dies teilte das Gericht am Montag in Straßburg mit. Mit dem Antrag wolle die Führung in Eriwan erreichen, dass das Nachbarland Angriffe auf zivile Siedlungen und die Zivilbevölkerung beendet.

Der seit Jahrzehnten dauernde Konflikt zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken war am Sonntag wieder aufgeflammt. Beide Seiten berichteten von Beschuss und schwerem Artilleriefeuer.

Es handelt sich um die schwerste Eskalation seit Jahren. Das verarmte Armenien und das reiche Aserbaidschan geben sich gegenseitig die Schuld an der neuen Eskalation. In beiden Ländern gilt nun das Kriegsrecht.

Die Zahl der Toten auf armenischer Seite sei auf 58 gestiegen, bestätigte das Verteidigungsministerium in Eriwan am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach starben am zweiten Tag der Gefechte 42 Armenier. Das armenische Militär sprach zudem von Dutzenden Toten auf aserbaidschanischer Seite. Eine Bestätigung aus Baku gab es zunächst nicht.

RND/dpa

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