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Bestseller-Autor Michael Wolff legt drittes Trump-Enthüllungsbuch nach

  • Sein erstes Buch über die Zustände im Weißen Haus unter Trump sorgte 2018 für viel Aufsehen, um sein Folgewerk war es dann schon ruhiger.
  • Nun will Michael Wolff es mit einem dritten und letzten Buch über die Schlussphase der Ära Trump nochmal wissen.
  • Der Autor ist in bester Gesellschaft.
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New York. US-Autor Michael Wolff bringt ein Enthüllungsbuch über die letzten Züge der Präsidentschaft Donald Trumps heraus und will damit an den Erfolg des Bestsellers „Feuer und Zorn“ anknüpfen.

Wolffs neues Werk „Landslide: The Final Days of the Trump Presidency“ soll am 27. Juli in den USA veröffentlicht werden, wie der Verlag Henry Holt der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag mitteilte. Auch für sein jüngstes Projekt habe der Autor und Journalist mit dem Expräsidenten selbst und mit Mitarbeitern im Weißen Haus sprechen können.

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Wolffs erstes Buch über die Trump-Präsidentschaft, „Feuer und Zorn“, sorgte sogleich für Furore und verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Kritiker stellten zwar Stil und Details seiner Berichterstattung infrage, doch zog sich die Erzählung von einem chaotischen Weißen Haus unter Führung eines sprunghaften, leicht ablenkbaren Präsidenten wie ein roter Faden durch etliche Bestseller, die folgen sollten.

Zu nennen wäre da etwa Bob Woodwards Enthüllungsbuch „Furcht“ oder dem Insiderreport „Der Raum, in dem alles geschah“ von John Bolton, dem früheren nationalen Sicherheitsberater Trumps.

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Trump bestritt Wolffs Erklärungen, dass er ihm Zugang zum Weißen Haus gewährt habe. 2018 twitterte der damalige Präsident, dass „Feuer und Zorn voller Lügen, Falschdarstellungen und Quellen sei, die nicht existieren.“ Ein Anwalt Trumps schickte dem Verleger schließlich eine Unterlassungserklärung und drohte mit einer Verleumdungsklage.

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Noch mehr Beliebtheit

Die Reaktion ließ das Interesse an Wolffs Buch aber nur noch mehr wachsen. Sein zweites Buch über die Trump-Jahre von 2019 verkaufte sich schon weniger gut, zudem hatte der Autor weniger Zugang zum Weißen Haus.

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Medien wie Politico und „Vanity Fair“ berichteten, dass Trump trotz allem Treffen mit Wolff und anderen Journalisten zugestimmt habe, die Bücher über seine letzten Amtsjahre schrieben. Dazu gehören Maggie Haberman von den „New York Times“ und Jon Karl vom Sender ABC News. Auch Reporterlegende Woodward und Robert Costa, sein Kollege bei der „Washington Post“, sitzen an einem Buch über die letzten Tage der Trump-Regierung.

Ob es zeitnah Trumps Memoiren zu lesen gibt, ist indes noch unklar. Der Expräsident ließ die Welt erst vergangene Woche wissen, dass er „wie verrückt schreibt“. Er habe auch zwei Buchdeals ausgeschlagen, was Verleger aber nicht recht glauben wollen.

RND/AP

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