Darum schreiben Adventskalender-Besitzer Grußkarten an die AfD

  • Die AfD wurde mit einer hohen Zahl an Postkarten geflutet
  • Hintergrund ist eine Adventskalender-Aktion.
  • Was es damit auf sich hat.
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Berlin. Die AfD hat im Advent unerwartet einen ganzen Schwung von Grußpostkarten erhalten - und zwar nicht nur mit guten Wünschen. Wie ein Sprecher der Rechtspopulisten am Freitag der Deutschen Presse-Agentur berichtete, gingen innerhalb von zwei Tagen rund 150 rote Postkarten in der Parteizentrale in Berlin ein.

Auslöser für die Postflut ist ein Adventskalender mit "Mutproben", den der 27-jährige Schauspieler Jannik Schümann ("Charité", "Dem Horizont so nah") zusammen mit Freunden entworfen und verkauft hat. Hinter dem 11. Türchen des "Adventschallenger" (deutsch: Adventsherausforderer) steckte eine bereits frankierte und an die AfD adressierte Postkarte. Darauf sollten die Kalenderbesitzer der Partei schreiben, was sie ihnen schon immer mal sagen wollten. "Wir erhoffen uns damit, ein paar Leute zum Nachdenken zu bringen und die richtigen Signale zu senden", sagten die Macher.

Die "Wünsche" reichten "von wüsten Beschimpfungen bis zu personellen und inhaltlichen Verbesserungsvorschlägen", verriet AfD-Sprecher Bastian Behrens. Ein orthografisch wenig versierter Absender schrieb mit Bleistift: "Hört auf mit dem Schabernack und hohlt Phillip Amthor in die Partei. Dann seid ihr für mich wählbar." Ein anderer verschickte eine Karte mit dem Text: "wir sind alle illegal #fckafd".

RND/dpa