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Besetzen der Reichstagstreppe: Innenausschuss debattiert mögliche Polizeifehler

  • Bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin versuchten Demonstranten, den Reichstag zu stürmen.
  • Sie durchbrachen Absperrgitter und liefen am Gebäude die Treppe hoch.
  • Berlins Polizei muss sich deswegen jetzt vor dem Innenausschuss erklären.
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Berlin. Berlins Innensenator Andreas Geisel und die dortige Polizeiführung müssen am Montag (9.00 Uhr) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses erklären, warum Demonstranten am Samstag die Treppe vor dem Reichstagsgebäude besetzen konnten. Die Grünen hatten angekündigt, das Thema als aktuellen Punkt zu behandeln. Die Einsatztaktik der Polizei müsse überprüft werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion will dazu am Montag eine Sondersitzung des Ältestenrats beantragen. Die Unionsfraktion hat angekündigt, die Tagung gemeinsam mit dem Koalitionspartner für Donnerstag zu beantragen.

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Hunderte Festnahmen nach Demo in Berlin
1:34 min
Es habe "heftige gewalttätige Auseinandersetzungen" gegeben, sagte Innensenator Andreas Geisel.  © Reuters
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Polizei drängte Menschen mit Pfefferspray zurück

300 bis 400 Demonstranten hatten am Samstagabend noch während der Kundgebung gegen die Corona-Politik Absperrgitter am Reichstagsgebäude überwunden, waren die Treppe hinaufgelaufen und hatten sich auf dem Absatz vor dem verglasten Besuchereingang aufgebaut. Dabei waren auch die von den sogenannten Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen, aber auch andere Fahnen.

Anfangs standen nur drei Polizisten der Menge gegenüber. Nach einer Weile kam Verstärkung und die Polizei drängte die Menschen auch mit Hilfe von Pfefferspray zurück.

RND/dpa

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