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Bernie Sanders warnt: “Müssen mehr tun, als Trump anzugreifen”

  • In den USA kämpfen Amtsinhaber Trump und Demokrat Biden um das Amt des Präsidenten.
  • Es dürfte ein enges Rennenbis zum Wahltag am 3. November werden.
  • Nun warnt Bidens Parteikollege Sanders vor einer möglichen Niederlage gegen Trump.
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Bernie Sanders hat vor einer Niederlage des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden bei der Wahl gegen Donald Trump gewarnt. “Ich glaube, Biden ist in einer ausgezeichneten Position, um diese Wahl zu gewinnen, aber ich glaube wir müssen als Wahlkampfteam mehr tun, als Trump anzugreifen”, sagte der einstige Biden-Rivale Sanders am Sonntag dem Sender MSNBC. Bereits am Freitag hatte er bei PBS gewarnt, ein Sieg Bidens sei absolut keine Gewissheit. Sanders, unabhängiger Senator aus Vermont und selbsterklärter demokratischer Sozialist, war Biden bei den Vorwahlen der Demokraten unterlegen.

Konkret forderte Sanders Biden auf, mehr zu tun, um seine eigenen politischen Vorhaben zu bewerben, und auch junge und lateinamerikanischstämmige Wähler anzusprechen, die er bisher nicht in großer Zahl für sich gewinnen habe können. Pläne wie die Anhebung des Mindestlohns auf 15 Dollar pro Stunde, die Senkung der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente und die Erleichterungen bei der Krankenversicherung müssten mehr nach außen getragen werden, sagte Sanders.

Seit er in den Vorwahlen unterlegen war, versucht Sanders, den eher moderaten Biden für Ideen aus dem linken Flügel der Demokratischen Partei zu gewinnen. Dessen Vorhaben seien ein Kompromiss, räumte Sanders ein, aber durchaus progressiv.

In dem Interview von PBS am Freitag war Sanders Warnung noch eindeutiger gewesen: "Bin ich hier, um Ihnen zu sagen, dass es überhaupt keine Chance gibt, dass er verliert, dass das ein Slam Dunk ist? Das sage ich nicht."

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Auf die Frage, ob sich Biden die Ratschläge von Sanders zu Herzen nehmen wolle, sagte dessen Wahlkampfberaterin Symone Sanders am Sonntag dem Sender ABC: "Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben".

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2016 war Sanders ebenfalls in den demokratischen Vorwahlen unterlegen, damals gegen Hillary Clinton, die dann überraschend gegen Trump verlor.

RND/AP

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