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CDU-Politiker Althusmann: Bei Erneuerung der Partei „um einige Ecken herum denken“

  • Für die Wahl eines neuen Vorsitzenden sollte die CDU neue Wege beschreiten, meint Bernd Althusmann, Chef der CDU Niedersachsen.
  • Insbesondere sollten die Mitglieder dabei stärker einbezogen werden.
  • Er glaube aber, „dass das Präsidium einen klaren Zeitplan beschließen wird, der den Weg bis zu einem Sonderparteitag aufzeigt“.
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Hannover/Berlin. Für einen möglichen personellen Neuanfang der Bundes-CDU erwartet Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann einen klaren Zeitplan nach den Gesprächen am Montag. „Ich gehe davon aus, dass das Präsidium einen klaren Zeitplan beschließen wird, der den Weg bis zu einem Sonderparteitag aufzeigt“, sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Wahl eines möglichen neuen Bundesvorsitzenden sollten nach Ansicht von Althusmann die Mitglieder stärker einbezogen werden. Insbesondere dann, wenn es auf eine strittige Entscheidung zwischen mehreren Kandidaten hinauslaufe.

„Die CDU war aus meiner Sicht seit den knappen innerparteilichen Entscheidungen tief gespalten. Der Streit zwischen CDU und CSU in der Frage der Kanzlerkandidatur tat hier sein Übriges. Das war eine schwere Last im Wahlkampf.“

Der Bremer-CDU-Vorsitzende Carsten Meyer-Heder sagte der dpa: „Die Bundes-CDU muss sich inhaltlich, strukturell und personell neu aufstellen. Nur dann trauen uns die Menschen auch wieder was zu.“

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Laschet will Plan zur personellen Erneuerung vorlegen

Die CDU/CSU war bei der Bundestagswahl auf 24,1 Prozent abgestürzt, während die SPD mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wurde. CDU-Chef Armin Laschet hatte angekündigt, dass er den Spitzengremien der Partei an diesem Montag einen Vorschlag zur personellen Neuaufstellung vorlegen will. Er selbst möchte diesen Prozess moderieren. Laschet war Spitzenkandidat seiner Partei bei der Bundestagswahl.

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Laschets Abgang: Was sagen die Menschen dazu?
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Nach den Stimmenverlusten liegt die Forderung nahe. Doch Armin Laschet hat sich noch nicht klar vom Amt des Parteivorsitzenden verabschiedet.  © Reuters

Zu möglichen Nachfolgern von Laschet sagte Althusmann: „In dieser sensiblen Phase der Union müssen wir vielleicht einmal um einige Ecken herum denken, wer denn die geeignete Persönlichkeit sein kann, die uns die nächsten vier Jahre führt.“ Die Partei habe derzeit viele gute Kandidaten in Nordrhein-Westfalen und solle auch in den Osten oder Norden schauen.

Günther und Merz aussichtsreiche Kandidaten

Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther sieht er als möglichen Kandidaten. „Er ist jung und hat dennoch Regierungserfahrung. Er steht zwar im nächsten Jahr vor einer Landtagswahl, aber das muss kein Ausschlusskriterium sein.“

Friedrich Merz habe für Althusmann „einen gewissen natürlichen Führungsanspruch“. „Er mag vom Alter her nicht das junge Gesicht sein, aber er genießt innerparteilich vermutlich die größte Zustimmung, wenn es zu einer Mitgliederbefragung käme. Aber, so wie ich es verstanden habe, will er sich nicht erneut in eine Auseinandersetzung mit den bekannten Kandidaten wie Jens Spahn, Norbert Röttgen oder anderen begeben.“

RND/dpa

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