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Berliner SPD-Landesvorstand nominiert Giffey als Spitzenkandidatin

  • Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist als Spitzenkandidatin der SPD für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2021 nominiert worden.
  • Das gab der Landesverband am Abend bekannt.
  • Doch die SPD-Politikerin belastet weiter die Affäre um mögliche Plagiate in ihrer Doktorarbeit.
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Berlin. Der Berliner Landesvorstand der SPD hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey als Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl 2021 nominiert. Das teilte der Landesverband der Partei am Montagabend bei Twitter mit.

Am Samstag war Giffey zusammen mit SPD-Fraktionschef Raed Saleh zur neuen Doppelspitze des Landesverbands gewählt worden. Die 42-Jährige hatte damals erklärt, sie sei bereit, die SPD auch in die Wahl zu führen. Giffey will Regierende Bürgermeisterin werden.

Bei dem Parteitag am Wochenende war der gesamte Landesvorstand neu gewählt geworden. Giffey kam bei der Wahl auf eine Zustimmung von rund 89 Prozent der gültigen Stimmen, Saleh auf rund 69 Prozent.

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Giffey - Hoffnungsträgerin der Berliner SPD

Als Landesvorsitzende hat die Familienministerin und frühere Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Michael Müller bereits abgelöst. Er hatte Anfang des Jahres erklärt, nicht mehr für den Posten zu kandidieren. Er will im Herbst 2021 für den Bundestag kandidieren.

Giffey gilt als Hoffnungsträgerin der Berliner SPD. Sie wolle in ihrer neuen Funktion „anpacken“, versprach sie am Wochenende vor den Parteitagsdelegierten. Allerdings belastet die Politikerin derzeit die Affäre um mögliche Plagiate in ihrer Doktorarbeit.

Die Freie Universität Berlin (FU) erteilte ihr im Herbst 2019 wegen Mängeln in der Arbeit eine Rüge, entzog ihr aber nicht den Doktortitel. Nach breiter Kritik an diesem Vorgehen kündigte die FU jüngst eine erneute Prüfung an, die bis zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters abgeschlossen sein soll - also bis Ende Februar. Die Rüge für Giffey wurde zurückgezogen. Unter Druck hatte Giffey vor kurzem verkündet, auf ihren Doktortitel zu verzichten.

RND/dpa

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