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Berliner Museumsinsel: Grütters verurteilt Angriff auf “unser aller Kulturerbe”

  • Mindestens 70 Exponate in mehreren Museen auf der Berliner Museumsinsel wurde von Unbekannten beschädigt.
  • Kulturstaatsministerin Monika Grütters verurteilte den Angriff.
  • Sie kritisierte außerdem die Sicherheitsvorkehrungen der Museen.
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Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Beschädigung von Kunstwerken auf der Berliner Museumsinsel scharf verurteilt. Zugleich äußerte sie sich am Mittwoch kritisch zu Sicherheitsvorkehrungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Diese müssten sich „Fragen stellen lassen“, sagte Grütters.

Nach Polizeiangaben kann der entstandene Schaden noch nicht beziffert werden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte für den Mittag zu einer Pressekonferenz mit Vertretern der Polizei eingeladen.

Unbekannte Täter sollen am 3. Oktober mindestens 70 Ausstellungsstücke beschädigt haben. Nach Recherchen der „Zeit“ und des Deutschlandfunks wurden etwa Werke im Pergamonmuseum, im Neuen Museum und in der Alten Nationalgalerie mit einer öligen Flüssigkeit besprüht.

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Angriff gegen “unser aller Kulturerbe”

Die Polizei erklärte, die Öffentlichkeit sei aus ermittlungstaktischen Erwägungen nicht früher informiert worden. Am Mittwoch wurde jedoch ein Zeugenaufruf gestartet. Die Polizei sucht Personen, die am 3. Oktober 2020 zwischen 10 bis 18 Uhr auf der Museumsinsel verdächtige Personen beobachtet oder Feststellungen gemacht haben.

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Grütters sprach von einem Angriff „gegen künstlerische Ausdrucksformen, gegen unser aller Kulturerbe, gegen zivile Formen der Auseinandersetzung und so gegen Grundsätze unseres demokratischen Selbstverständnisses“. Sie habe den Präsidenten der Museen umgehend gebeten, dem Stiftungsrat einen umfassenden Bericht zu den Vorgängen vorzulegen: „Es ist zu klären, wie diese vielen Beschädigungen unbemerkt vonstattengehen konnten und wie solche Angriffe in Zukunft verhindert werden sollen.“

RND/epd

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