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Berlin und Baden-Württemberg fordern transparente Preise für das Laden von E-Autos

  • Am Mittwoch startet die Verbraucherschutzministerkonferenz.
  • Berlin und Baden-Württemberg fordern den Ausbau von Ladesäulen für E-Autos an Bahnhöfen.
  • Außerdem wünschen sich beide Länder ein Webregister für alle Ladestationen.
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Berlin und Baden-Württemberg fordern ein transparentes Preissystem für das Laden von E-Autos – ähnlich wie die Beschilderung an Tankstellen für den Sprit. Zudem verlangen sie mehr Ladesäulen für E-Autos in der Nähe von Bahnhöfen. Das geht aus einem Beschlussentwurf der beiden Länder für die am Mittwoch beginnende Verbraucherschutzministerkonferenz hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Bargeldloses Bezahlen und mehr Ladestationen

„Es ist kaum vorstellbar, dass an den Tankstellen die Preisangaben für den Liter Benzin fehlen. Eine vergleichbare Situation haben wir aber an den Ladepunkten für E-Autos. Preisangaben an den Ladestellen sind bisher die Ausnahme“, sagte Berlins Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Die Grünen) dem RND. Diese Intransparenz sei aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht akzeptabel. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen vor Ort wissen, was der Strom kostet.“

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Durch mehr Ladestationen an Haltestellen sollen die Menschen dem Papier zufolge dazu bewegt werden, auf Bus und Bahn umzusteigen. Darüber hinaus fordern die Länder ein bundesweites Internetregister, in dem die Standorte aller Ladestationen sowie ihre Belegung eingetragen sind. Die Länder fordern weiter, dass der Preis des Ladens transparent gemacht wird und dass die Bundesregierung alle bargeldlosen Zahlungsmittel an den Ladesäulen ermöglicht. Das Bezahlsystem solle demnach einheitlich und möglichst barrierefrei sein.

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„An der Tankstelle würde niemand auf die Einheit Liter verzichten“

Hinzu kommt laut Behrendt, dass die Strommengen an den Ladepunkten nicht einheitlich nach Kilowattstunde berechnet würden, sondern auch nach Zeittarif und Pauschalen. „An der Tankstelle würde hingegen niemand auf die Idee kommen, auf die Einheit Liter zu verzichten. Transparenz spielt jedoch eine entscheidende Rolle, da so die Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher in die E-Mobilität deutlich gestärkt werden kann.“

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Das Land Berlin verlangt darüber hinaus, dass E-Bikes und andere Elektroleichtfahrzeuge ebenfalls berücksichtigt werden. Der Senat spricht sich daher für die Förderung von Batterien mit einer langen Haltbarkeit aus und dafür, dass diese leicht recycelt werden können. Außerdem wünscht sich der Senat eine Informations- und Kennzeichnungspflicht der Batterien.

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