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Polizei im Großeinsatz: Tausende Demonstranten wandern durch Berlin

  • Trotz des Verbots mehrere Corona-Demonstrationen sind am heutigen Samstag einige tausend Menschen nach Berlin gekommen, um zu protestieren.
  • Beobachtern zufolge lief ein großer Teil der Menschen zunächst eher ziellos durch die Straßen.
  • Die Polizei hatte sich im Vorfeld auf einen Großeinsatz eingestellt.
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Berlin. Einige Tausend Demonstranten haben sich am Samstag aus Protest gegen die Corona-Politik in Berlin versammelt. Nach mehreren Verboten für einzelne Versammlungen lief ein großer Teil nach Beobachtung von Reportern der Nachrichtenagentur dpa zunächst eher ziellos durch die Straßen. Einzelne Gruppen zogen begleitet von der Polizei durch den Stadtteil Friedrichshain. Ein Polizeihubschrauber war zur Beobachtung eingesetzt. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Die Polizei hatte sich trotz zahlreicher Demonstrationsverbote auf größere Einsätze eingestellt. Rund 2000 Kräfte stehen nach Polizeiangaben am Samstag bereit, darunter ist auch Unterstützung aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bayern und Sachsen.

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Großeinsatz: Demos gegen Corona-Politik in Berlin
0:59 min
Nach Verboten einiger Demonstrationen ziehen Protestzüge gegen staatliche Corona-Maßnahmen kreuz und quer durch Berlin. Für die Polizei ein Großeinsatz.  © dpa
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Neun Demonstrationen waren von der Polizei verboten worden, darunter Kundgebungen der „Initiative Querdenken“ auf der Straße des 17. Juni. Drei Eilanträge gegen die Verbote wies das Verwaltungsgericht zurück, einem gaben sie statt: Eine für Samstag und Sonntag angemeldete Versammlung mit je 500 erwarteten Teilnehmern darf stattfinden. Auf diese Veranstaltung wurde über das soziale Netzwerk Telegram hingewiesen.

Zudem zieht am Samstagnachmittag der „Zug der Liebe“ durch Berlin. Der Veranstalter erwartet zu der Demo mit House- und Technomusik rund 10.000 Menschen.

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Polizei will Versammlungsverbote durchsetzen

Die Polizei geht davon aus, dass viele Menschen den Demonstrationsverboten nicht folgen werden. Deshalb werde man „die Versammlungsverbote durchsetzen, entsprechend präsent sein und insbesondere das Regierungsviertel schützen“, hieß es vor den Demos.

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Die Sicherheitsbehörden sind auch deshalb besonders aufmerksam, weil vor einem Jahr, am 29. August 2020, Zehntausende in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert hatten.

Dabei hatten Demonstranten eine Absperrung am Reichstagsgebäude durchbrochen, die zahlenmäßig weit unterlegenen Wachkräfte bedrängt und für einige Zeit eine Treppe vor einem Eingang besetzt. Die Bilder davon lösten breite Empörung aus und sorgten auch international für Aufsehen.

RND/dpa

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